Problemprojekte belasten S&T-Gewinn

31. Juli 2008, 15:06
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Dienstleistungsumsatz wächst stark. Weitere Übernahmen angekündigt.

Dienstleistungsumsatz wächst stark. Weitere Übernahmen angekündigt.
Im ersten Halbjahr 2008 konnte der österreichische IT-Berater und -Dienstleister S&T Umsatz und Gewinn zwar steigern, allerdings nur leicht. Während der Umsatz um 4 Prozent auf 237,4 Millionen Euro stieg, wuchs der Gewinn auf EBITDA-Ebene nur um 2,8 Prozent auf 7,3 Millionen Euro. Der EBIT-Wert betrug nur 3,7 Millionen Euro, was verglichen mit dem ersten Semester des Vorjahres einer leichten Steigerung um 1,4 Prozent entspricht.
Projekte wurden "anders aufgesetzt"
Der schwache Gewinnanstieg ist laut S&T auf "Aufwände für einzelne Projektrestrukturierungen" zurückzuführen. Gegenüber inside-channels.ch bezifferte das Unternehmen diese Kosten auf zirka eine Million Euro. Laut Sprecherin Gabriela Mair mussten zwei Projekte in Polen und in Deutschland "anders aufgesetzt" werden.
Bemerkenswert ist hingegen der Geschäftsgang im Bereich Business Solutions, wo die Umsätze um 19,3 Prozent stiegen. Bei den Managed Services resultierte ein Plus um 20 Prozent (rein organisches Wachstum). Diese beiden Bereiche machen bereits mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.
Übernahmen sind möglich
Die Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz), in die ein Grossteil der im Frühjahr 2007 übernommenen St. Galler IMG integriert wurde, machte vor allem im zweiten Quartal Fortschritte, übertraf den Halbjahres-Umsatz des Vorjahres und näherte sich weiter den geplanten Ertragszielen.
Im laufenden Jahr könnte S&T weitere Übernahmen tätigen. CEO Christian Rosner sagt: "Wir prüfen im Moment mehrere interessante Übernahmekandidaten, mit denen wir vor allem unsere strategischen Ziele in den Geschäftsfeldern Business Solutions und Managed Services unterstützen könnten. Wir sind für unsere Kunden ein stabiler und zukunftsorientierter Partner, den sie mit langfristigen und strategisch wichtigen Projekten betrauen." (Maurizio Minetti)

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