Projekt "Insieme": Capgemini kritisiert Bund

1. Oktober 2007, 09:43
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Die Verhandlungsdelegation des Bundes habe "keine eindeutige Verhandlungsführung", "keine Verhandlungserfahrung in IT-Grossprojekten" sowie "keine stringente, einfache und nachvollziehbare Verhandlungsstrategie", urteilt Capgemini.

Die Verhandlungsdelegation des Bundes habe "keine eindeutige Verhandlungsführung", "keine Verhandlungserfahrung in IT-Grossprojekten" sowie "keine stringente, einfache und nachvollziehbare Verhandlungsstrategie", urteilt Capgemini.
Ein interner Untersuchungsbericht des Consulters Capgemini kritisiert die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) scharf. Wie die 'SonntagsZeitung' gestern berichtete, erhielt die ESTV schlechte Noten für die im vergangenen August abgebrochenen Vertragsverhandlungen zwischen der ESTV und Unisys im Rahmen des IT-Projekts "Insieme".
Gemäss 'SonntagsZeitung' beträgt der Notendurchschnitt für die ESTV 2,8 auf einer Skala bis 6. In den Bewertungen der untersuchten Kriterien heisst es unter anderem: Die Verhandlungsdelegation des Bundes habe "keine eindeutige Verhandlungsführung", "keine Verhandlungserfahrung in IT-Grossprojekten" sowie "keine stringente, einfache und nachvollziehbare Verhandlungsstrategie".
115-Millionen-Projekt
Der IT-Dienstleister Unisys hatte im März 2006 den Zuschlag für das Projekt "Insieme" unilateral ab. Insgesamt wurden für das Projekt 115 Millionen Franken budgetiert.
Unisys seinerseits reichte zwei Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht ein und prüft eine Schadenersatzklage. Den Beschwerden wurde inzwischen aufschiebende Wirkung erteilt. Das Projekt ist bis auf weiteres blockiert. 13 externe Mitarbeitende, die gegenwärtig für die Steuerverwaltung am Projekt weitergearbeitet haben, werden nicht mehr gebraucht. (mim)

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