ProLiant Service Packs nur noch mit gültigem Vertrag

6. Januar 2014, 13:10
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Hewlett-Packard bestätigt: Service Packs für die weit verbreiteten ProLiant Standard-Server von HP gibt es nur noch für autorisierte Service Partner und für Kunden, die einen gültigen Service-Vertrag vorweisen können.

Hewlett-Packard bestätigt: Service Packs für die weit verbreiteten ProLiant Standard-Server von HP gibt es nur noch für autorisierte Service Partner und für Kunden, die einen gültigen Service-Vertrag vorweisen können.
Hewlett-Packard ist weltweit und auch in der Schweiz der mit Abstand grösste Hersteller (nach Stückzahlen berechnet) von Servern. Vor allem bei den relativ günstigen Standard-Servern mit Intel-Prozessoren und Windows oder Linux als Betriebssystem dominiert HP den Markt mit der ProLiant-Serie bei weitem.
Diese riesige Kundenbasis will der weltweit grösste Computerkonzern nun offenbar dazu zwingen, nicht nur Maschinen zu kaufen, sondern auch Service-Verträge abzuschliessen. Denn Updates für die Firmensoftware, sogenannte Service Packs, können nur noch heruntergeladen werden, wenn man einen gültigen Service-Vertrag vorweisen kann. Updates sind natürlich auch innerhalb der laufenden Garantiefristen möglich. Die nach London ausgelagerte Pressestelle des Computerkonzerns bestätigte in den letzten Tagen unsere Story, die wohl etwas im Festtagstrubel untergangen ist.
Wie die HP-Pressstelle auf Anfrage schreibt, wurden die neuen Bedingungen im September 2013 lanciert und sollen "im Januar" umgesetzt werden. Sie betreffen einerseits Updates für Firmware für die EVA-Speicherprodukte und die Unix "Integrity"-Server und andererseits eben die Service Packs für Server der ProLiant-Serie. Mitbewerber hätten die Kontrolle über Downloads für Software-Updates bereits eingeführt, so die HP-Pressestelle.
Vorteil für autorisierte Service Partner
Hewlett-Packard werde autorisierte Service-Partner und die Mitarbeiter der eigenen Service-Abteilung zudem mit bevorzugtem Zugang zu Service Packs und Updates für Firmware ausrüsten, so die Presseabteilung in einer E-Mail.
Damit wird der drastische Schritt von HP, Service Packs nur noch an Kunden mit gültigen Service-Verträgen zu liefern, zu einem Vorteil für autorisierte HP Service-Partner. IT-Dienstleister, die sich die recht kostspielige Zertifizierung durch HP ersparen, werden hingegen ein Problem bekommen. (hc)

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