Prophezeiung #2: Investments

28. Dezember 2020, 08:00
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Cybercrime-Banden investieren in Symantec und Co.

In den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts begann die US-Mafia, in Casinos zu investieren, um einen Teil ihrer Cash-Berge in legale Geschäften zu investieren. Sich mit dem legalen Glücksspiel in Las Vegas, Havanna und anderen Orten zu beschäftigen, lag nahe, weil sich die Mafia bereits bestens mit illegalem Glücksspiel auskannte.
In naher Zukunft wird die Cybercrime-Szene ein ähnliches "Problem" haben wie damals die Mafia: Viel, viel Geld, das man arbeiten lassen will, und älter werdende, zunehmend verbrechensmüde Bandenmitglieder zu unterstützen, die gerne einer weniger stressigen Beschäftigung nachgehen würden. Und auf welchem Gebiet kennen sich Cyberkriminelle gut aus? Genau, Security! 
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Also werden die Ransomware-Banden mittels einiger Strohleute grosse Anteile an Symantec, McAfee, Trend Micro, Kaspersky, Sophos und wie sie alle heissen erwerben. Dies wird ihnen nicht nur legale Gewinne durch steigende Aktienkurse bringen. Durch eigene Mitglieder im Verwaltungsrat kriegt man auch bequem mit, was auf der anderen Seite der Security-Front so läuft. Und welches Security-Unternehmen wird einem Grossaktionär nicht sein Ohr leihen, wenn er gewisse "Security-Fachleute", für die er die Hand ins Feuer legen kann, als neue Mitarbeitende vorschlägt.
Übrigens: Diese neuen Security-Fachleute "von der anderen Seite" werden sich noch viel strikter an den Leitspruch "Schade nie einem Kunden" halten als ihre eher traditionell ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen. Wenn es allerdings um Nicht-Kunden beziehungsweise Kunden der Konkurrenz geht, kann ein kleiner Tipp an die Ex-Kollegen, die immer noch kriminell unterwegs sind, ja nicht schaden, oder?
Der kleine Haken dabei: In die Konkurrenz haben ja auch Cyber-Mafiosi investiert, und die sehen das gar nicht gerne. Und so werden in den 30er-Jahren des 21. Jahrhunderts die berühmten Cybercrime-Bandenkriege ausbrechen, die weite Teile des Internets verwüsten werden.

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