Prophezeiung #3: Cybercrime

29. Dezember 2020, 07:00
  • channel
image

Hacker nehmen Schweizer Behörden ins Visier und dank Excel wird alles viel schlimmer.

Nachdem 2020 mit Stadler Rail und Huber & Suhner prominente Industriebetriebe Opfer von Angriffen mit Ransomware wurden, trifft es 2021 die Behörden. Im Januar brennt die Pfarrkirche St. Michel von Spiringen auf dem Urnerboden ab, weil das SMS-Alarmsystem der Feuerwehr nicht funktioniert. Alle Daten der Gemeinde waren Anfang Jahr verschlüsselt worden, weshalb kein einziges System mehr funktioniert.
Im Februar verliert das VBS (erneut) alle Leopard-Panzer, weil die Excel-Tabelle, auf der die Panzer samt ihrer aktuellen Lage aufgelistet sind, verschlüsselt wurde. Das Backup der Excel-Tabelle wird aus Geheimhaltungsgründen nur auf einem USB-Stick eines Panzerobersts gespeichert. Der Stick war Oberst Oberhänsli beim Skifahren über Silvester aus dem Skianzug gefallen. Den Angreifern war es zwar nicht gelungen, die Datenbanken des SAP-Systems des VBS (BLSV / ar) zu verschlüsseln, doch führt man das Panzerregister und viele anderen Daten auf Excel, weil das Login-Prozedere bei BLSV / ar für die Truppen zu kompliziert ist. 
image
Im März trifft es Basel-Stadt. Die Stadt wird lahmgelegt, nicht mal der Fährimaa, der im Februar zur Freude der Bevölkerung den Betrieb endlich wieder aufnehmen durfte, kann mehr fahren, denn auch das FMS (Fährimaa Management System) ist verschlüsselt. Roche und Novartis springen ein und übernehmen den Betrieb der Stadt, die erst im Mai wieder mit eigenen Systemen zu funktionieren beginnt.
Im April übernehmen Hacker die Kontrolle über alle Daten des Kanton Wallis. Zur Strafe dafür, dass der Kanton den Erpressern die Bezahlung des Lösegelds in Fendant statt Bitcoins anbietet, veröffentlichen diese alle Daten des Kantons Wallis. Für eine gewisse Bundesrätin wird es ungemütlich.
Im Mai gelingt es Hackern, alle Daten in der Google Cloud zu verschlüsseln. Leider auch die Fortsetzung dieses Glhv lvw hlq EhlvslhowhAw ghu plw hlqhp Nolfn yhuvfkoüvvhow zhughq ndqq. Klhu ndqq dxfk hlq hljhqhq WhAw khuhlq jhvfkulhehq, rghu hlq Jhkhlpfrgh Cxp Hqwvfkoüvvhoq khuhlq nrslhuw zhughq. Bitte überweisen Sie 999 Bitcoins an 125pNjdtCd YjUto253T6N HN89XXXV gR7gDQFK8, falls Sie diesen Text fertig lesen wollen.

Loading

Mehr zum Thema

image

Fujitsu spaltet seine Business Group auf

Der japanische IT-Dienstleister teilt seine Global Solutions Business Group in zwei separate Einheiten auf. Damit will Fujitsu schneller auf Bedürfnisse reagieren können.

publiziert am 6.2.2023
image

Vertragsauflösung in UK: Bei Atos könnten viele Stellen wegfallen

Ein auf potenziell 18 Jahre angelegter Vertrag zwischen der britischen Pensionskasse und dem IT-Dienstleister wurde nach 2 Jahren aufgelöst. Medien gehen von 1000 Stellen aus, die gefährdet sind.

publiziert am 3.2.2023
image

DXC hofft auf Turnaround im kommenden Jahr

Der Umsatz des IT-Dienstleisters ist im abgelaufenen Quartal erheblich geschrumpft. Im nächsten Geschäftsjahr soll es aber wieder aufwärts gehen, sagt der CEO.

publiziert am 2.2.2023
image

Rapid7 prüft offenbar einen Verkauf

Der Security-Anbieter erwägt laut Medienberichten Optionen für einen Verkauf. Dabei soll auch eine Übernahme durch Private-Equity-Investoren infrage kommen.

publiziert am 2.2.2023