Provider kritisiert EWZ-Preispolitik bei Glasfaser

22. Juli 2019, 12:57
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Gemeinsam mit Swisscom hat das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) den Auftrag, ein flächendeckendes Glasfasernetz in der Stadt Zürich aufzubauen.

Gemeinsam mit Swisscom hat das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) den Auftrag, ein flächendeckendes Glasfasernetz in der Stadt Zürich aufzubauen. Über das Netz können Service Provider wiederum ihre Dienste an Endkunden bieten. Aktuell nutzen 16 Service Provider das Angebot des EWZ, schreibt der Energieversorger in einem Zwischenbericht. Sunrise, Salt, Init7 und Colt schalten ihre Kunden in der Regel direkt auf Layer-1 auf, während die Services aller übrigen Anbieter auf Layer-2-Basis erbracht werden. Letztere sind im Wesentlichen Wiederverkäufer standardisierter Angebote.
Service Provider, die die "nackte Glasfaser" (Layer-1) mieten, sind zwar nicht durch vordefinierte EWZ-Angebote einschränkt, tragen dafür aber Kosten für Hardware und haben somit auch ein grösseres wirtschaftliches Risiko.
Im Schnitt, so der Bericht, liege der Tarif für das Layer-1-Angebot über jenem für den Wiederverkauf auf Layer-2. Diese Preispolitik steht in Kritik.
Weil Init7-Geschäftsführer Fredy Künzler vom EWZ tiefere Preise für die nackte Glasfaser fordert, hat er sich an den Preisüberwacher Stefan Meierhans gewandt. Dieser gibt ihm recht und empfiehlt der Stadt Zürich den Tarif für das Layer-1-Angebot um 20 Prozent zu senken, so die 'NZZ'.
Der Zürcher Stadtrat Michael Baumer wiederum sieht das anders. Denn das EWZ sei in der Preispolitik nicht frei und müsse die Angebote anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Preisüberwacher widerspricht: "Als marktmächtiges Unternehmen könnte das EWZ eine eigenständige Preispolitik verfolgen", wird er zitiert. Ausserdem sehe der Leistungsauftrag der Stadt vor, dass der Stromversorger den Wettbewerb fördere und Telekomunternehmen einen diskriminierungsfreien Zugang zum Netz gewähre. (kjo)

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