Provider-Streit in Wallisellen

28. Februar 2013, 16:23
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Anfang Februar --http://www.

Anfang Februar wurde bekannt, dass Einwohner von Wallisellen die gesamte Produktpalette von UPC Cablecom beziehen können. Möglich macht dies eine Kooperation des Kabelnetzbetreibers mit dem regionalen Energieversorger Werke Versorgung Wallisellen.
Der vorherige Provider auf dem Walliseller Kabelnetz, Glattnet, zieht damit den Kürzeren. Die Kündigung des Walliseller Energieversorgers kam für den Provider offenbar "völlig überraschend", wie es in einem Brief an die Kunden heisst, aus dem die 'Handelszeitung Online' heute zitiert.
Offenbar bekamen die Werke Wallisellen von Cablecom ein besseres Angebot, was man bei Glattnet jedoch nicht nachvollziehen kann. Der Übergang von Glattnet zu Cablecom geschieht zwischen Oktober und November dieses Jahres.
Vorwürfe
Glattnet kritisiert in dem Brief sowohl die Werke Wallisellen als auch Cablecom. Der Energieversorger habe Ausbauten verzögert und der von Glattnet benutzte Standard HbbTV werde von Cablecom unterdrückt. Ausserdem wäre gemäss Glattnet ein Parallelbetrieb von Glattnet-Produkten und jenen der Cablecom möglich, doch die Werke Wallisellen sperrten sich dagegen.
Gegenüber dem 'Zürcher Unterländer' machte Glattwerk-CEO Markus Gautschi ausserdem eine brisante Aussage: Cablecom verlegt den Hauptsitz im Herbst 2014 nach Wallisellen. "Da liegt es doch auf der Hand, dass man der Firma als Belohnung für die Standortwahl unsere Kunden verkauft", so Gautschi. (mim)

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