Public Cloud ist erfolgreich, das Hacken sensibler Daten auch, sagt McAfee

17. April 2018, 14:51
  • cloud
  • cyberangriff
  • studie
  • mcafee
  • iaas
  • saas
  • breach
image

Die Public Cloud ist ein Wachstumsmarkt.

Die Public Cloud ist ein Wachstumsmarkt. Wer aber gedacht hatte, dass primär nicht sensible Daten dorthin wandern, der sieht sich getäuscht. Und wer geglaubt hat, die Public Cloud sei per Default ein Security-Bollwerk, ebenso.
McAfee bilanziert in einer Umfrage, dass 84 Prozent aller Befragten, "einige oder alle sensiblen Daten" in der Public Cloud ablegen. Darunter sind Kunden- und Mitarbeiterinformationen, interne Dokumente, Zahlungsdaten. In kleinerem Masse (immerhin 30 Prozent sind es dennoch) liegen auch geistiges Eigentum, Gesundheitsdaten, Wettbewerbsinformationen und Netzwerkkarten in der Cloud. Fleissig nutzt man IaaS, PaaS oder SaaS.
Aber wie steht es um die Sicherheit der Daten? 75 Prozent der Firmen hat laut McAfee keine Probleme gehabt. Aber immerhin 25 Prozent schon: Den IaaS-, PaaS- oder SaaS-Nutzern wurden Daten gestohlen. "Sowohl bei IaaS (34 Prozent) als auch SaaS (29 Prozent) mussten Unternehmen bereits Datenverluste durch externe Angreifer hinnehmen", so der Security-Anbieter.
Und immerhin 20 Prozent haben zumindest einen Advanced Attack auf ihre Public-Cloud-Infrastruktur erlebt.
Malware ist das beliebteste Mittel von Hackern, so die Umfrage. Aber wie gelangt sie in die Public Cloud? Die "Hitparade" führt Phishing an, den zweiten Platz nehmen E-Mails von bekannten Absendern ein, gefolgt von Drive-by-Downloads.
McAfee hat als Cloud-Security-Firma auch einige Tipps bereit. Man müsse überhaupt den Überblick über die Daten behalten und grundlegende Governance- und Technologie-Aktivitäten beachten. Und natürlich sind das Anheuern von Cloud Access Security Brokern, manuelle, oder automatisierte Datenklassifizierung auf der Liste der Tipps.
McAfee hat für die Studie "Navigating a Cloudy Sky: Practical Guidance and the State of Cloud Security" im vierten Quartal 2017 1400 IT-Entscheider aus elf Ländern befragt, darunter in Deutschland, Frankreich, UK. Sie kann gegen Adressangabe heruntergeladen werden. (mag)

Loading

Mehr zum Thema

image

Bern ist weltweit der beste Ort für Tech-Karrieren – noch vor Zürich

In einem neuen City-Ranking der globalen Hotspots für ICT-Jobs liegen die beiden Schweizer Städte an der Spitze. In Zürich lässt sich nur knapp weniger verdienen als in San Francisco.

publiziert am 3.8.2022
image

Deutsches Unternehmen übernimmt Baarer Miracle Mill

Der Zuger Cloud-Dienstleister wird Teil der zur Nord Holding gehörenden Public Cloud Group.

publiziert am 3.8.2022
image

Elektronikhersteller Semikron meldet Cyberangriff

Der deutsche Spezialist für Leistungselektronik mit einer Niederlassung in Interlaken wurde mit Ransomware attackiert. Offenbar wurden auch Daten entwendet.

publiziert am 3.8.2022
image

Wie es um die digitalen Fortschritte in der EU steht

Es braucht laut EU mehr ICT-Fachkräfte und -Kompetenzen in der Bevölkerung und in Unternehmen. Gerade KMU haben demnach noch grosses Potenzial.

publiziert am 3.8.2022