Public Clouds leiden an fehlendem Vertrauen

23. Juni 2017, 13:15
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Folgt man einer globalen Studie des Speicheranbieters Pure Storage, haben 40 Prozent der Unternehmen, die Workloads in die Public Cloud verlagert hatten, diese wieder zurück an den eigenen Standort geholt.

Folgt man einer globalen Studie des Speicheranbieters Pure Storage, haben 40 Prozent der Unternehmen, die Workloads in die Public Cloud verlagert hatten, diese wieder zurück an den eigenen Standort geholt. Im Durchschnitt würden Unternehmen heute 41 Prozent ihrer Anwendungen mit traditioneller, lokaler IT betreiben, während aus der public Cloud nur 26 Prozent und aus der private Cloud 24 Prozent bezogen werden. In der EMEA-Region hätten sogar 65 Prozent der Befragten ihre IT wieder in lokale Umgebungen zurückversetzt.
Befragt wurden für das Papier IT-Führungskräften aus insgesamt rund 9000 Unternehmen in 24 Ländern. Die Schweizer Situation sei mit Antworten von rund 500 IT-Entscheidern in die EMEA-Studienergebnisse mit 4000 Befragten aus neun Ländern eingeflossen, erklärt man bei Pure Storage auf Anfrage. Konkrete Zahlen zur hiesigen Lage wolle man in etwa vier Wochen vorlegen, so ein Sprecher.
Der Flash-Speicherspezialist wollte in der von drei Forschungsstellen in den USA, Asien und in der EMEA-Region durchgeführten Studie erfahren, welche Bedeutung dem IT-Bezug auf dem traditionellen Weg (on premise), im SaaS- sowie public und private Cloud-Modell zukommt. Im Hintergrund der Studie stand die Aussage, dass neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), das Internet der Dinge (IoT) und maschinelles Lernen (ML) die Art und Weise verändert. Gefragt wurde, wie Unternehmen operieren und was sie benötigen, um in der digitalen Wirtschaft erfolgreich zu sein.
Vertrauen und hoffen
Eines der Studienergebnisse ist, dass mit digitalen Lösungen global inzwischen durchschnittlich 47 Prozent des Umsatzes generiert werden. Damit, so die Schlussfolgerung, sei die digitale Transformation mehr als nur ein Schlagwort. Doch trotz dieser Tatsache hat man herausgefunden, dass "die technische Komplexität und strategische Unsicherheit aus infrastruktureller Sicht die Unternehmen bislang daran hindert, den Wandel zum digitalen Unternehmen wirklich zu vollziehen", wie es weiter heisst. Es fehle noch immer das Vertrauen, sich für das Platzieren bestimmter Workloads ausserhalb des Unternehmens zu entscheiden.
So hätten, um das zu wiederholen, trotz "starker Anzeichen für das Wachstum der public Clouds" mit 65 Prozent der Befragten in der EMEA-Region (USA 43 Prozent) doch eine "beträchtliche Anzahl" von Unternehmen die IT wieder in die lokale Umgebung zurückgeholt. Derzeit würde etwa eine von fünf Applikationen im SaaS-Modell betrieben.
Bei Pure Storage, deren umsatzstärkstes Kundensegment nach eigenen Aussagen Internet- und Cloud-Player sind, betont man also nicht ohne Grund das Prinzip Hoffnung. So habe die Studie herausgefunden, dass in den nächsten 18 bis 24 Monaten etwas mehr als die Hälfte der Befragten die SaaS-Nutzung ausdehnen will. Auch der Rückgriff auf die öffentliche Cloud soll sich in diesem Zeitraum auf satte 61 Prozent mehr als verdoppeln. Wobei allerdings auch 87 Prozent der Befragten Wachstum bei der eigene Nutzung der privaten Cloud oder der traditionellen Vor-Ort-Infrastruktur erwarten.
Für Pure Storage ist immerhin klar: Die "Unternehmen verharren in einem Zwiespalt von Verlockung und Ablehnung, was die öffentliche Cloud betrifft". CEO Scott Dietzen lässt sich denn auch mit der Forderung zitieren, die Cloud und lokale Storage-Umgebung nicht als konkurrierende Optionen zu betrachten. Wer sie als komplementäres Angebot sehe, profitiere von agilen und zukunftssicheren Speicherinfrastruktur, wirbt Dietzen. (vri)

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