Pure Storage auf neuen Pfaden (Berichtigt)

8. Juni 2015, 09:30
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Das "All-Flash"-Startup lanciert neue Hardware und eine Art "Hardware-Assurance"-Verkaufsmodell.

Das "All-Flash"-Startup lanciert neue Hardware und eine Art "Hardware-Assurance"-Verkaufsmodell.
(Berichtigung 9.6.2015: In der am 2.6. veröffentlichten ersten Version dieses Artikel hatte wir fälschlicherweise geschrieben, dass Pure Storage bisher ein reiner Softwarehersteller war und keine Hardware im Angebot hatte. Wir entschudigen uns für dieses Versehen.)
Pure Storage hat gestern die Lancierung einer neuen Familie von reinen Flash-Speicherarrays bekannt gegeben. Die "FlashArray//m" genannten Maschinen sollen in der zweiten Hälfte dieses Jahres erhältlich werden.
Pure Storage, meist einfach Pure genannt, hat in den letzten Jahren viel Interesse bei Risikokapitalgebern erregt. Das Startup hat insgesamt knapp 500 Millionen Dollar Kapital erhalten. Laut dem Marktforscher Gartner war Pure 2013 nach Umsatz gesehen hinter IBM der zweitgrösste Anbieter im All-Flash-Markt (Neuere Zahlen haben wir nicht gefunden). Kunden können die "Purity"-Flash-Management-Software von Pure gesondert erwerben und auf Hardware von Drittunternehmen einsetzen. Das Unternehmen hat zudem schon bisher auch eine eigene Familie von Flash-Appliances (Die FA400-Familie) im Angebot. Mit der neuen Array-Familie wird das Angebot von Pure Storage nun aber deutlich hardwarelastiger.
Modular, aber so dicht gepackt wie eine Appliance
Das wichtigste Differenzierungssmerkmal zu All-Flas-Appliances der Konkurrenz ist laut Pure die hohe Modularität der Arrays. Bei den FlashArray//m-Maschinen können Controller, Speichermodule und andere Hauptkomponenten einzeln - und im laufenden Betrieb - ausgetauscht beziehungsweise aufgerüstet werden. Leistung oder Speicherkapazität können also unabhängig von einander erhöht werden. Trotzdem, so der Hersteller, seien die Geräte ebenso einfach zu implementieren wie Appliances und weisen das gleiche oder sogar ein besseres Verhältnis von Volumen zu Kapazität auf als aktuelle Geräte der Konkurrenten.
Hardware-Erneuerung im Abo
Mindestens ebenso interessant wie das Hardwarekonzept erscheint uns das neuartige Pricing-Modell, das Pure unter dem Namen "Evergreen Storage" für seine Arrays anbietet. Das Modell, das durch die oben beschriebene Modularität ermöglicht wird, funktioniert ähnlich wie die bekannte "Software-Assurance" von Microsoft. Evergreen-Storage-Kunden erhalten während der Vertragslaufzeit nicht nur Support und Wartung, Pure verspricht auch, die Hardware ohne weitere Kosten laufend auf den neusten Stand zu bringen. Inbegriffen sind beispielsweise Controller-Upgrades alle drei Jahre.
Kunden, so verspricht Pure. können sich damit von den klassischen Hardware-Zyklen, die alle drei bis vier Jahre grossen Aufwand für Datenmigrationen und das Risiko für Ausfallzeiten und Datenverluste mit sich bringen, verabschieden. (hjm)

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