Qualcomm droht Milliardenstrafe

19. Februar 2014, 06:00
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Nach der Pharmabranche nehmen die chinesischen Wettbewerbshüter auch das Geschäftsgebaren ausländischer Technologiekonzerne genauer unter die Lupe.

Nach der Pharmabranche nehmen die chinesischen Wettbewerbshüter auch das Geschäftsgebaren ausländischer Technologiekonzerne genauer unter die Lupe. Dem US-Chipgiganten Qualcomm droht nun eine Strafe von mehr als einer Milliarde Dollar.
Dem Konzern werde Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung vorgeworfen, teilte die Behörde NDRC am Mittwoch mit. Das Unternehmen stehe unter dem Verdacht, für seine Mobilfunk- und Netzwerk-Technik in China höhere Lizenzgebühren als in anderen Ländern zu verlangen.
Entsprechende Vorwürfe hatte der Verband der chinesischen Mobilfunkbranche erhoben. Das Kartellamt durchsuchte daraufhin im November Büros von Qualcomm in Peking und Shanghai. Qualcomm erklärte, das Unternehmen arbeite mit den Behörden zur Klärung der Vorwürfe zusammen.
Die Behörde kann in solchen Fällen eine Strafe von einem bis zehn Prozent des Jahresumsatzes verhängen. Ähnliche Ermittlungen laufen gegen die US-Technologiefirma Interdigital. Experten vermuten, dass auch der Aufbau des neuen LTE-Hochgeschwindigkeitsnetzes in China dahinter stecken könnte. Denn China versucht, die Kosten dafür zu drücken. (sda/mim)

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