Quic ist offizieller Internetprotokoll-Standard

31. Mai 2021 um 14:52
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Quic soll die Performance sowie die Sicherheit erhöhen und TCP ersetzen.

Das neue Internetprotokoll Quic ist von der Internet Engineering Task Force (IETF) als RFC 9000 veröffentlicht worden. Es gilt damit offiziell als neuer Internetprotokoll-Standard.
Quic soll laut den Verantwortlichen eine bessere Performance als TCP ermöglichen. Quic soll zudem Daten inklusive Metadaten konsequent verschlüsseln. Das werde erreicht, indem auch die Paket-Header grösstenteils verschlüsselt sind.
Der stark involvierte Engineer Jana Iyengar schreibt in einem Blogpost, es solle TCP, den heute am häufigsten verwendeten Transport, ersetzen.
"Das Internet-Transport-Ökosystem ist nun schon seit Jahrzehnten verknöchert. Quic bricht aus dieser Verknöcherung ­ oder der zunehmenden Inflexibilität im Laufe der Zeit – durch Verschlüsselung, Versionierung und einen viel reichhaltigeren und leistungsfähigeren Satz von Diensten aus, auf denen Technologien nun aufbauen können. Quic ist bereit, bei der nächsten Generation von Internet-Innovationen die Führung zu übernehmen", so Iyengar im Blogpost bei seinem Arbeitgeber Fastly.
Zusätzlich zu dem eigentlichen Transportprotokoll RFC 9000 veröffentlichte die IETF weitere eng damit verbundene Standards.
Diese definieren TLS für Quic (RFC 9001), QUIC Loss Detection and Congestion Control (RFC 9002) sowie versionsunabhängige Eigenschaften von Quic (RFC 8999).
Das Protokoll stammte initial aus der Küche von Google und seit 2017 diskutierte und finalisierte die IETF dessen Standardisierung. Im November 2018 entschied das Gremium schon, dass HTTP/3 die dritte, erst angekündigte Hauptversion von HTTP, Quic verwenden solle.
Quic ist schon in der Wirklichkeit angekommen: Zuerst bei Googles Chrome, seit Version 72 bei Firefox und Facebook will bereits 75% seines Internetverkehrs auf Quic umgestellt haben.

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