QuickLine rüstet sich für Kabelübernahmewelle

11. Juni 2012, 10:02
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QuickLine will in Zukunft nicht mehr nur Partnerschaften suchen, sondern auch Kabelnetze übernehmen.

QuickLine will in Zukunft nicht mehr nur Partnerschaften suchen, sondern auch Kabelnetze übernehmen.
Der Kabelnetzverbund QuickLine schätzt, dass in den nächsten zehn Jahren in der Schweiz bis zu 100 kleinere Kabelnetze mit bis zu 500'000 daran angeschlossenenen Haushalten den Besitzer wechseln werden. Viele Gemeinden würden sich gegenwärtig überlegen, so QuickLine, ob der Betrieb eines Kabelnetzes tatsächlich zu ihrer eigentlichen Aufgabe gehöre. Viele davon würden darum ihre Netze zum Verkauf aussschreiben oder zumindest strategische Allianzen eingehen.
Bei dieser grossen Konsolidierungswelle will QuickLine offensichtlich nicht tatenlos zusehen sondern selbst als aktiver Konsolidierer beziehungsweise potentieller Käufer von Netzwerken mitmischen. QuickLine hat deshalb laut einer Mitteilung von heute eine neue Tochtergesellschaft gegründet, die QuickLine Net AG, die unabhängige Kabelnetze aufkaufen soll. Das neue Unternehmen wurde mit einem Startkapital von einer Million Franken ausgerüstet. Neben kompletten Übernahmen sollen für das Unternehmen auch Minderheitsbeteiligungen in Frage kommen.
QuickLine will daneben auch weiterhin durch die Gewinnung vom Neukunden im bestehenden Abdeckungsbgebiet der Verbundpartner sowie durch die Aufnahme neuer Partner in den Verbund wachsen.
Der QuickLine-Verbund deckt heute rund 300'000 Haushalte ab, was nach eigenen Angaben einem Marktanteil in der Gesamtschweiz von rund 15 Prozent entspreche. Damit ist QuickLine die klare Nummer 2 im Schweizer Kabelnetzgeschäft – allerdings mit einem Riesenabstand auf UPC Cablecom. Der grösste hiesige Kabelnetzbetreiber kann (nach seinen Angaben) rund zwei Millionen Haushalte bedienen. Bis 2016, so die ehrgeizigen Pläne der QuickLine-Verantwortlichen. soll der Marktanteil der Nummer 2 auf etwa 25 Prozent gesteigert beziehungsweise rund 500'000 Haushalte angeschlossen werden. Um dies zu erreichen dürfte es unumgänglich sein, dass QuickLine auch im Kampf um zum Verkauf stehende Kabelnetze Erfolge feiern kann. (Hans Jörg Maron)

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