Quickline-Verbund stellt sich neu auf

14. Dezember 2015, 16:26
  • telco
  • quickline
image

Der Quickline-Verbund organisiert sich neu in einen Geschäftskunden- und einen Privatkundensektor.

Der in Nidau ansässige Quickline-Verbund organisiert sich neu in einen Geschäftskunden- und einen Privatkundensektor.
Die derzeit 24 unabhängigen Netzbetreiber der Quickline-Gruppe haben sich eine neue Struktur gegeben. Künftig wird das Unternehmen von Nicolas Perrenoud als CEO geleitet, während Mark Thommen als "Managing Director Business" amten wird. Gesucht wird mit dem "Managing Director Residential Customers" noch ein Chef für den Privatkundenbereich, wie Thommen zu inside-channels.ch sagte.
Damit werden die aktuell rund 420'000 Haushalte der Gruppe von den rund 730 Geschäftskunden auch räumlich getrennt betreut. Während am Quickline-Hauptsitz alle Services für die privaten Haushalte verfügbar gemacht und unterhalten werden, kommen aus Münchenstein die Services für die Geschäftskunden. Dort wurde vor einigen Monaten auch ein neues Rechenzentrum in Betrieb genommen.
Thommen spricht von einer folgerichtigen Entwicklung hin zu weiterem Wachstum. Dabei müsse man wissen, dass schon bevor Quickline 2013 die einstige Münchensteiner EBM Telecom übernommen habe, hier stark auf den Business-Sektor fokussiert worden sei. Klar sei aber auch, dass die rund 11'000 Haushalte in 21 Gemeinden, die aus Münchenstein heraus betreut wurden, nach Nidau wechseln würden. Zudem steht hinter der Umstrukturierung laut Thommen auch ein technischer Ausbau. Denn neben der Neuorganisation der Gruppe, so Thommen weiter, sei man inzwischen dabei, alle Netze der Quickline-Partner miteinander zu verschmelzen. Damit eröffne sich insbesondere dem von ihm verantworteten Business-Geschäft ganz neue Potentiale: "Wir sind dann mit unseren Services praktisch in der gesamten deutschen Schweiz vertreten". Zahlenmässig heisst das: Die Business-Services aus Münchenstein beziehen künftig nicht nur die früheren rund 230 Unternehmen der einstigen EBM-Telecom, sondern auch die rund 500 Geschäftskunden der anderen Quickline-Verbundspartner.
Shop für Privatkundenbetreuung
Um aber das Privatkundensegment weiter vor Ort betreuen zu können, habe man die Quickline Regio Basel AG gegründet. Sie betreibe ab sofort einen mit dem ebenfalls seit 2013 zur Quickline-Gruppe gehörenden Kabelnetzbetreiber InterGGA eröffneten Shop im Zentrum von Reinach an der Hauptstrasse 44. Hier soll sich das interaktive Fernsehen "Verte" testen lassen, aber auch die "Quadruple" genannten Services (Internet, Festnetz- und Mobile-Telefonie sowie Digital-TV) inklusive Replay-TV, eine Videothek sowie Cloud-Lösungen seien dort im Angebot.
Sowohl Thommen wie Christopher Lützelschwab, CEO der InterGGA, halten gegenüber inside-channels.ch fest, dass es nahezu keine Überschneidungen der jeweils betreuten Kundenregionen gäbe. Weil Interessenkonflikte entfielen, könnten die Berater in dem neuen Laden sowohl die in zwölf Gemeinden ansässigen etwa 34‘000 Privatkunden der InterGGA als auch die 11'000 Haushalte in 21 Gemeinden von Quickline problemlos betreuen. Vorteilhaft sei dabei der neue Standort, der wegen seiner zentralen Lage von beiden Shop-Betreibern insbesondere deshalb gelobt wird, weil er Neukundengeschäft verspricht. Denn bisher mussten die Privatkunden der Quickline für eine Beratung vor Ort nach Münchenstein und auch der 2014 eröffnete Laden der InterGGA lag etwas abseits des Reinacher Stadtzentrums. (vri)

Loading

Mehr zum Thema

image

Meinung: Big-Tech-Beteiligung an Netzausbaukosten ist absurd

Das wäre, wie wenn sich Mercedes und VW sich am Strassenausbau oder Samsung und Miele am Stromnetzunterhalt beteiligen würden, kommentiert Chefredaktor Reto Vogt.

publiziert am 27.9.2022 3
image

Swisscom und EU-Telcos fordern Big-Tech-Beteiligung an Netzkosten

16 CEOs von europäischen Telekomunternehmen wollen, dass sich Google, Meta, Netflix & Co. am Netzausbau beteiligen. Die Forderung ist nicht neu, doch der Ton gewinnt an Schärfe.

publiziert am 26.9.2022
image

268 Millionen IPv4-Adressen sind verschwunden

Ein Forscher bezichtigt Adobe, Amazon und Verizon der unrechtmässigen Verwendung von reservierten IPv4-Adressen. Dadurch werden diese praktisch unbrauchbar.

publiziert am 20.9.2022
image

Huawei Schweiz ehrt seine "Partner des Jahres 2022"

Der chinesische Technologiekonzern betont bei der Award-Vergabe 2022 "bedeutende Projekte" der öffentlichen Hand.

publiziert am 20.9.2022