QuoVadis: "SuisseID kostet 33 Franken pro Jahr"

23. April 2010, 08:25
  • e-government
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Zertifikatsanbieter holt Gemeinden und mobilezone mit ins Boot.

Zertifikatsanbieter holt Gemeinden und mobilezone mit ins Boot.
Knapp eine Woche vor dem offiziellen Start der SuisseID hat Anbieter QuoVadis das Geheimnis um den Preis gelüftet. Die SuisseID wird in ihrer Standardausfertigung 164 Franken kosten. "Da der Bund in diesem Jahr 65 Franken übernimmt und die SuisseID drei Jahre lang gültig ist, fallen nur Kosten von 33 Franken pro Jahr an", sagt QuoVadis-CEO Carl Rosenast im Gespräch mit pressetext. Mit der Ankündigung kommt QuoVadis der SwissSign zuvor, die bisher noch keine Angaben zur eigenen SuisseID-Preisgestaltung machen wollte.
Kartenlesegerät inbegriffen
Inbegriffen sind in diesem Paket neben der Karte auch das Kartenlesegerät und die entsprechende Software. Alternativ kann die SuisseID als USB-Stick bezogen werden. Während für Firmenkunden individuelle Pakete mit erweitertem Funktionsumfang angeboten werden, hofft Rosenast mit dem genannten Preis auch viele Privatpersonen anzusprechen.
"Anstatt sich auf diversen Online-Portalen und Webshops mit unterschiedlichen Benutzernamen und Passwörtern einloggen zu müssen, wird man sich in Zukunft standardisiert mit der SuisseID ausweisen können", so Rosenast. Profitieren sollen User aber auch von den vorgesehenen E-Government-Services, welche die Kommunikation mit Behörden erleichtern sollen. Neben dem Strafregisterauszug wird man in absehbarer Zeit auch die Steuererklärung für Privatpersonen bzw. die Unterschrift bei Zivilprozessen über die SuisseID elektronisch abwickeln können. Darüber hinaus kann die SuisseID zur Absicherung der E-Mailkommunikation verwendet werden.
Gemeinden, Stadtverwaltungen und mobilezone als Partner
Um den Einstieg in die SuisseID-Welt möglichst einfach zu gestalten, setzt QuoVadis auf einen eigens für die Registrierung geschaffenen Webshop sowie auf die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Stadtverwaltungen sowie mobilezone. Der Registrierungsprozess für die SuisseID ist denkbar einfach. Nach Eingabe aller relevanten Daten im Online-Formular auf unserer Homepage geht man zur Bestätigung der Identität mit dem Ausdruck entweder auf die Gemeinde, die Stadtverwaltung oder zu einem mobilezone-Shop. Die SuisseID wird schliesslich an die Wohnadresse zugeschickt", erklärt Rosenast.
Für Unternehmen wiederum biete die subventionierte SuisseID-Einführung zudem die Möglichkeit, sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand der Dinge zu gelangen, sagt Rosenast weiter. "Die Zwei-Weg-Authentifikation ist definitiv sicherer als das herkömmliche Log-in mit Usernamen und Passwort. Zudem können auf der Karte auf einfache Weise weitere Zertifikate gespeichert werden, die von Mitarbeitern für die Authentifikation oder das Signieren und Verschlüsseln von Unternehmensdokumenten verwendet werden können", so Rosenast. Auf Wunsch von Unternehmen kann die SuisseID-Karte auch mit RFID-Technologien ausgestattet oder als Sichtausweis konzipiert werden.
QuoVadis-CEO optimistisch
Die allgemeine Skepsis, dass gerade zum Start noch viel zu wenige SuisseID-Anwendungen zur Verfügung stehen werden, teilt der QuoVadis-CEO hingegen nicht. "Natürlich wird man im Mai oder Juni noch keine allzu grosse Anzahl an Services nutzen können. Im Laufe der nächsten Monate und des kommenden Jahres werden wir aber eine Vielzahl an guten Anwendungen zu Gesicht bekommen - sowohl aus dem E-Commerce- als auch aus dem E-Government-Bereich", ist Rosenast überzeugt. (pte/bt)

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