Rackspace baut seine DACH-Organisation um

26. Oktober 2016, 21:02
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Der amerikanische Cloud-Provider und Hoster hat eine deutsche Niederlassung gegründet.

Der amerikanische Cloud-Provider und Hoster hat eine deutsche Niederlassung gegründet. Die DACH-Region soll massiv mehr Geschäft machen, die Zentrale aber in der Schweiz bleiben.
Nach dem Abgang von DACH-Chef Marco Schmid im Mai hat Rackspace seine DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) neu organisiert. Bekanntlich beherbergt die Schweiz seit 2014 die Zentrale für das internationale Geschäft ausserhalb der USA und von hier aus wurden auch die Geschäfte in den deutschsprachigen Ländern geführt. Damals hiess es, aus der Schweiz heraus werde man lokale Nähe zu den Kunden garantieren. Doch nun ist Rackspace Deutschland gegründet worden und im "grossen Kanton" soll eine starke eigene Organisation aufgezogen werden. Dazu wurde auch das Management mit neuen Leuten besetzt.
Man habe eine Lernkurve durchlaufen, erklärt der in der Schweiz domizilierte Österreicher Reinhard Waldinger gegenüber inside-it.ch die Situation. Er hat ebenfalls erst im Juli Jeff Cotton als International Managing Director an der Spitze des Geschäfts ausserhalb der USA abgelöst. Cotton ist derweilen zum Senior Vice President und General Manager befördert worden und verantwortet nun den AWS-Support des Konzerns. Deutschland, so Waldinger weiter, habe sich innerhalb der DACH-Region in den letzten zwei Jahren zum wichtigsten Markt für Rackspace entwickelt, trage derzeit bereits etwa 80 Prozent zum Umsatz bei und berge erhebliches weiteres Potential.
Schweizer Zentrale bleibt
Dass mit der Firmengründung die Schweiz für Rackspace an Bedeutung verliere und die Region zu "ACH" schrumpfe, bestreitet Waldinger dennoch. In der Schweiz würden weder Stellen gestrichen, noch ins Nachbarland verlagert, stellt er klar. Auch wenn der deutsche Markt allein von seiner Grösse viel mehr Potential als Österreich und die Schweiz berge, sei das Ziel weiterhin, in der gesamten DACH-Region signifikant mehr Geschäft zu machen. Und damit unterstreicht er genau die Wachstumspläne, die kürzlich Rackspace-Chefstratege Roger Schroth auf inside-channels.ch erläuterte. Zahlen zu den Vorgaben aus den USA will Waldinger zwar nicht nennen. Doch spricht er von einer "deutlichen Duftmarke", die gesetzt werden soll, was "sicher ein Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent" bedeutet, wie er anfügt.
Der Umbau begann, nachdem Schmid das Unternehmen Anfang Mai verlassen hatte. Gegangen war er vor allem aus familiären Gründen, sei aber inzwischen wieder bereit, ein neues Engagement einzugehen, wie er auf Anfrage von inside-channels.ch erklärt. Schmid hatte die DACH-Region anfangs interimistisch ab Mitte 2014 verantwortet. Ersetzt wurde er soeben von Alex Fürst, der im Juli noch fälschlich von einigen Medien als Deutschland-Chef vorgestellt worden war, wie Waldinger nun richtigstellt. Fürst stand seit 2014 dem Europa-Business von Acronis vor, sei aber von Anfang an als Nachfolger für Schmid zu Rackspace geholt worden. In diesem Rahmen habe er auch die Aufgabe, das Deutschland-Business auf- und ausbauen.
Waldinger betont schliesslich noch einmal, dass die Schweiz als Zentrale unangetastet bleibe. Vielmehr würden hierzulande weiterhin die derzeit rund 20 Mitarbeiter im internationalen Business beschäftigt und knapp 15 Mitarbeiter für das DACH-Geschäft, wie er sagt. Fürst werde direkt an ihn rapportieren und zugleich die neue Rackspace-Tochter führen. Fünf Mitarbeiter habe man dafür seit September schon angestellt und bis Ende Jahr soll eine deutsche Mannschaft von 16 Mitarbeitern für Rackspace im Einsatz sein, so Waldinger. (vri)

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