Rackspace streicht 10% seiner Stellen

26. Juli 2021, 12:16
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Über 700 Jobs fallen dem Rotstift zum Opfer. Die meisten davon will der Multi-Cloud-Anbieter durch Mitarbeiter in Offshore-Service­zentren ersetzen.

Über einen Restrukturierungsplan will Rackspace rund 10% seiner Belegschaft entlassen, wie einer Meldung an die US-Börsenaufsicht (SEC) zu entnehmen ist. Weiter heisst es dort, dass zirka 85% dieser Stellen in Offshore-Servicezentren des Unternehmens nachbesetzt werden. Laut der SEC-Meldung sind die meisten der betroffenen Mitarbeitenden schon informiert worden.
Rackspace hatte zuletzt rund 7200 Mitarbeitende gemeldet, so dass wohl mehr als 700 Stellen verlagert werden. Vermutlich werden sie laut 'The Register' künftig dort angesiedelt sein, wo die Löhne niedrig und die Arbeitsgesetze lax sind.
Die meisten Stellen seien am Hauptsitz in San Antonio vom Abbau betroffen, wie 'Texas Public Radio' berichtet. Entlassungen gebe es aber weltweit. Ob und wieviele Stellen in der Schweiz beziehungsweise in der DACH-Region wegfallen, will man bei Rackspace aber nicht sagen. Dort wird auf Anfrage nur darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Restrukturierung derzeit weltweit mehr als 700 offene Stellen für Top-Talente ausgeschrieben seien.
Abgesehen vom Stellenabbau, meldet ''The Register' auch personelle Änderungen. COO Subroto Mukerji werde in die Rolle des Präsidenten versetzt und die meisten seiner Aufgaben werde neu CFO Amar Maletira übernehmen.

Restrukturierung kostet 70 bis 80 Millionen Dollar

Das Unternehmen selbst bezeichnet den Stellenabbau als Teil einer umfassenderen strategischen Überprüfung der Geschäftstätigkeit. Sie ziele darauf ab, die eigenen Ressourcen "effektiver auf die Fachkräfte in wachstumsstarken Bereichen auszurichten".
Für den Restrukturierungsplan sind Ausgaben in Höhe von etwa 70 bis 80 Millionen Dollar unter anderem für Abfindungen und den Aufbau des Offshore-Bereichs vorgesehen. Die Gelder sollen im Verlauf der nächsten 2 Jahre fällig werden. Am Ende der Neuaufstellung erhofft sich Rackspace jährliche Kosten in Höhe von 95 bis 100 Millionen Dollar im Vergleich zu den derzeitigen Ausgaben einsparen zu können.

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