Radicant hat einen Produktechef

2. September 2021, 15:27
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Die BLKB-Dienstleistungstochter baut ihr Kader mit Michal Bialer als Chief Product Officer aus.

Der im Aufbau befindliche digitale Finanzdienstleister Radicant hat Michal Bialer fürs Produktmanagements gewonnen. Wie einer Mitteilung zu entnehmen ist, wird er als Chief Product Officer (CPO) den Bereich aufbauen und leiten.
Das Fintech ist im Frühjahr als organisatorisch, operativ und mit Namen und Sitz unabhängige Einheit der Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) an den Start gegangen. Es versteht sich nicht als weitere Neobank, sondern will Finanzprodukte anbieten, die von einer Community gewünscht und mitgeprägt werden. Zudem sollen die angebotenen Finanzservices nachhaltig sein.
Laut dem Fintech bringt Bialer für die CPO-Stelle "über 15 Jahre Produktmanagement-Erfahrung von digitalen Banken und Fintechs in Europa und Asien" mit. Er hat laut seinem Linkedin-Profil in Warschau Soziologie studiert und im Verlauf seiner Karriere sein Knowhow in Sachen Digitalisierung an verschiedenen Universitäten ausgebaut. Zuletzt war er 2 Jahre bei der Hyphen Group in Singapur als CPO beschäftigt.

Wenig Neues zum Firmenaufbau

Da die BLKB dem Fintech immerhin 50 Millionen Franken Startkapital zur Verfügung gestellt hat, haben wir Bally nach dem aktuellen Stand des Firmenaufbaus gefragt. Daran arbeiten im Moment rund 40 Personen, hält er fest. 14 von ihnen seien angestellt. "Inzwischen stellen wir jede Woche neue Mitarbeiter ein. Der Empfang im Arbeitsmarkt ist über aller Erwartung – bisher haben wir fast 3000 Bewerbungen erhalten".
Wie die Situation im Management aussieht, will der CEO noch nicht sagen: "Wir haben viele Kaderstellen besetzt, aber dürfen diese noch nicht kommunizieren". Ein weiteres Geschäftsleitungsmitglied werde aber demnächst vorgestellt, verspricht er.
Auch zu der Frage, ob es zum angekündigten Marktstart im nächsten Jahr schon ein Produkt gibt und von wem es entwickelt wird, sagt Bally nichts. Er führt stattdessen aus, dass im Juni eine Banklizenz beantragt worden sei und unterstreicht einmal mehr, dass keine "Neobank mit Gratiskonten" geplant sei, "sondern eine digitale, kollaborative und nachhaltige Vollbank".
Der Fokus liege auf klassischen Bankdienstleistungen und der Vermögensverwaltung, allerdings unter der Berücksichtigung der 17 UNO-Ziele, so Bally weiter. Vom Produkt ist also noch keine Rede, vielmehr wird nur wiederholt, dass neben Technologie-getriebenen Geschäftsprozessen, auch die Community eine wichtige Rolle für Radicant spielen werde.

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