Raiffeisen Schweiz geht mit Avaloq live

9. Januar 2009, 15:05
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Wertschriften- und Handelsgeschäft übers Wochenende auf Avaloq migriert. Zahlungsverkehr soll bis 2011 folgen. Noch kein Entscheid für die Ablösung von DIALBA bei den Genossenschaftsbanken.

Wertschriften- und Handelsgeschäft übers Wochenende auf Avaloq migriert. Zahlungsverkehr soll bis 2011 folgen. Noch kein Entscheid für die Ablösung von DIALBA bei den Genossenschaftsbanken.
Raiffeisen Schweiz, die zentrale Bank der 367 genossenschaftlichen Raiffeisenbanken, hat über das Wochenende vom 3. und 4. Januar das Kernbankensystem von Avaloq für das Wertschriften- und Handelsgeschäft eingeführt. Raiffeisen entschied sich definitiv im Dezember 2006 für die Einführung von Avaloq).
Die Einführung von Avaloq sei dank der guten Planung des Cutover-Prozesses gut verlaufen und man habe die "letzten Projektrisiken" umschiffen können, lässt sich Raiffeisen-CIO Damir Bogdan in einer Mitteilung von heute zitieren. Als nächster Schritt soll der Zahlungsverkehr bis 2011 auf Avaloq migriert werden.
Über die Kosten des Avaloq-Projekts bei Raiffeisen wollte die Bank auf Anfrage keine Auskunft geben. Die SonntagsZeitung schätzte in einem Artikel im Dezember die Kosten für die Einführung von Avaloq in der Raiffeisen-Zentrale auf 250 Millionen Franken. Für die Ablösung des Systems bei den einzelnen Raiffeisen-Banken zu einem späteren Zeitpunkt würden Aufwände in der Höhe von weiteren 250 Millionen Franken fällig, glaubt der oft gut informierte SonntagsZeitungs-Journalist Beat Schmid.
Weiterhin nicht entschieden ist, welche Software bei den vielen Genossenschaftsbanken eingesetzt werden soll. Diese benützen heute die Eigenentwicklung DIALBA 2000, die aber früher oder später (2015?) abgelöst werden wird. Wie Raiffeisen-Sprecher Franz Würth sagt, will man erst Erfahrungen mit Avaloq in der Raiffeisen-Zentralbank sammeln und beobachtet zudem die Avaloq-Projekte bei anderen Retailbanken (v.a. die grösseren Kantonalbanken) sehr genau.
Klar scheint aber, dass Avaloq der Favorit für die Ablösung von DIALBA 2000 bei den vielen Genossenschaftsbanken ist. (Christoph Hugenschmidt)

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