Ransomware: Mehrheit der Firmen zahlt Lösegeld

28. Dezember 2016, 10:52
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Die IT-Security-Abteilung von IBM, IBM X-Force Threat Intelligence, befragte 600 Business Leader in den USA über Ransomware, den Wert von Geschäftsdaten und ihre Reaktion auf Erpressung durch Datenverschlüsselung.

Die IT-Security-Abteilung von IBM, IBM X-Force Threat Intelligence, befragte 600 Business Leader in den USA über Ransomware, den Wert von Geschäftsdaten und ihre Reaktion auf Erpressung durch Datenverschlüsselung.
Die nun publizierte Studie "Ransomware: How Consumers and Businesses Value Their Data" zeigt laut IBM, dass in den USA 70 Prozent von mit Ransomware infizierten Unternehmen Lösegeld bezahlt haben, um wieder Zugang zu Geschäftsdaten und -systemen zu erlangen.
Dies obwohl das FBI - wie auch Melani in der Schweiz - davor warnt, für verschlüsselte Daten zu zahlen. Die Argumente gegen Zahlungen sind einerseits, dass es keine Garantie dafür gibt, dass die Cyberkriminellen ihr Versprechen einhalten werden. Und andererseits, weil Zahlungen den Hacker-Markt attraktiver machen.
In den USA wie in der Schweiz stellen Behörden fest, dass Cyber-Erpressungen markant zunehmen. Laut einem Bericht von 'Reuters' und FBI-Angaben dürfte Ransomware in den USA 2016 die Unternehmen rund eine Milliarde Dollar gekostet haben. Dabei nicht eingerechnet sind Kosten für technischen Support, Beratung und bessere Security-Vorkehrungen.
Bessere Security-Lösungen, besser ausgebildete Mitarbeiter und sicherere Daten-Backups könnten die steigende Zahl von Malware-Attacken bremsen. "Ransomware wird sich nicht ändern, bis wir es tun", schreibt Limor Kessem, der leitende Autor des IBM-Berichts als Fazit.
In derselben Studie befragen die Forscher auch Einzelpersonen. Mehr als 50 Prozent der Befragten sagten aus, dass sie nicht zahlen würden, um wieder Zugang zu persönlichen Daten oder Geräten, abgesehen von Finanzdaten, zu erhalten. (mag)

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