Rasantes Wachstum für EMC Schweiz

2. Februar 2012, 14:39
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Im High-end- und Midrange-Bereich wächst EMC Schweiz erneut sehr stark. Die Security-Sparte aber bedarf einer Neupositionierung.

Im High-end- und Midrange-Bereich wächst EMC Schweiz erneut sehr stark. Die Security-Sparte aber bedarf einer Neupositionierung.
Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Storage-Riese EMC weltweit im zweistelligen Bereich wachsen. Schneller als der Gesamtkonzern wuchs die Schweizer Niederlassung, wie Jacques Boschung (Foto), Managing Director von EMC Schweiz, heute an einer Telefonkonferenz sagte. Boschung glaubt, dass der spezielle Kundenfokus von EMC Schweiz dafür verantwortlich ist: "Unsere Kultur der Kundenzufriedenheit ist sehr ausgeprägt."
Starkes High-end- und Midrange-Wachstum
Absolute Zahlen nennt EMC Schweiz traditionsgemäss nicht, doch Boschung sagte, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen sei. Nicht mitgerechnet sind dabei die Zahlen des Virtualisierungsspezialisten VMware. Im Geschäft mit der Enterprise-Storage-Plattform Symmetrix VMAX konnte EMC Schweiz stark zulegen, nämlich um 25 Prozent (verglichen mit einem Wachstum von lediglich 11 Prozent weltweit). Erst kürzlich konnte EMC mit Hilti einen Vorzeigekunden für Symmetrix VMAX an Land ziehen, eine starke Entwicklung, sagte Boschung.
Boschung beobachtet in der Schweiz eine Beschleunigung des Trends, Backups auf Disk zu speichern. "Sowohl Grosskunden als auch mittelständische Unternehmen gehen weg vom Tape-Backup", so Boschung. Bedingung dafür seien aber effiziente und schnelle Deduplizierungslösungen. Hier glaubt sich EMC mit Data Domain und Avamar in einer guten Position. "Wir haben hier um 60 Prozent zugelegt", so Boschung.
RSA wächst weniger stark
Etwas weniger rund lief es hingegen im Security-Geschäft mit RSA. "Verglichen zum Vorjahr ging es ziemlich gut", sagte Boschung zwar. Doch der Umsatz wuchs hier nur leicht, was vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass RSA Anfang 2011 von einer Hackerattacke betroffen war und Kunden verunsichert gewesen sein könnten.
Laut Boschung steigt der Bedarf an Sicherheitslösungen weiter an, vor allem auch aufgrund des Cloud-Trends. Trotzdem müsse sich EMC in diesem Bereich "noch stärker positionieren", wie Boschung sagte. Derzeit sucht RSA Schweiz einen neuen Chef, nachdem Robert Bertschinger das Unternehmen Ende 2011 Richtung Totemo verlassen hatte.
EMC beschäftigt mittlerweile an drei Schweizer Standorten über 200 Personen. (Maurizio Minetti)

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