Rechtsstreit: ERP-Lösung NVinity muss umgetauft werden

29. September 2009, 15:45
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Klage von Intershop: Aus NVinity wird 'eNVenta ERP'.

Klage von Intershop: Aus NVinity wird 'eNVenta ERP'.
Nissen & Velten, der deutsche Hersteller der modernen ERP-Lösung NVinity hat viel Marketing-Geld vergebens investiert. Schuld daran ist der deutsche Web-Shop-Anbieter Intershop, der bei einem Hamburger Gericht eine einstweilige Verfügung gegen Nissen & Velten erwirkt hat. 'NVinity' sei Intershops "Enfinity" zu ähnlich und es bestehe Verwechslungsgefahr, so das Gericht. Nissen & Velten darf deshalb die Marke 'NVinity' nicht mehr verwenden und tauft seine Lösung in 'eNVenta ERP' um. Besonders ärgerlich für den deutschen Hersteller und seine auch schweizerischen Partner ist, dass NVinity' bereits 2004 als Wort-Bild-Marke geschützt wurde. Am Produkt und der Weiterentwicklung der Lösung wird sich mit dem erzwungenen Wechsel der Marke nichts ändern.
Umtaufaktion auch in der Schweiz
Auch in der Schweiz wird NVinity in 'eNVenta ERP' umgetauft, wie François Berger von NVinity Schweiz gegenüber inside-channels.ch sagte. Der Firmennamen 'NVinity' wird aber noch einige Zeit bestehen bleiben.
Berger: "Dass wir zu einer Namensänderung des Produkts gezwungen werden, ist sehr ärgerlich. Schliesslich wurden wir mit 'NVinity' nun langsam bekannt." Ansonsten scheint das Geschäft mit 'eNVenta ERP' in der Schweiz gut anzulaufen. Berger: "Unsere Partner, die Endkundenprojekte realisieren, sind bis ins nächste Jahr hinein gut ausgelastet und erweitern Ihre Teams laufend"
Den wichtigsten Grund für den Erfolg von 'eNVenta ERP' sieht Berger darin, dass die Lösung auf einer modernen technologischen Plattform (.Net) aufbaut und viele Funktionen, von CRM bis hin zu PPS und Kostenrechnung bietet und sich Umsysteme (Telefonie, EDI, Office, Webshops) trotzdem relativ leicht einbinden lassen.
In der Schweiz gibt es zur Zeit vier Vertriebspartner für die Lösung. Bis 2012 sollen es elf bis zwölf werden, so Berger. (Christoph Hugenschmidt)

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