Recruiting-Trends Schweiz: Fortschritt und Verharren

25. Juni 2012, 11:38
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Immer mehr Stellensuchende würden gerne per Handy Jobs finden. Aber die Bewerbungen verschicken sie am liebsten auf Papier.

Immer mehr Stellensuchende würden gerne per Handy Jobs finden. Aber die Bewerbungen verschicken sie am liebsten auf Papier.
Laut dem aktuellen "Trend Report - Online-Recruiting Schweiz 2012" von Prospective Media Services dürfte das Ausschreiben von Jobs auch über mobile Kanäle für Schweizer Arbeitgeber in der nächsten Zeit schnell wichtiger werden. Das Interesse der Arbeitnehmer an mobilen Stellenanzeigen steigt laut den Autoren des Reports zurzeit steil an. Fast zwei Drittel der befragten Arbeitnehmer nutzen ein Smartphone, davon würden wiederum mehr als zwei Drittel (70 Prozent) auch mobile Stellenanzeigen abchecken. Tatsächlich zur Stellensuche benützt wird das Smartphone gegenwärtig erst von 17 Prozent der Befragten, aber 53 Prozent wären daran interessiert, dies in Zukunft zu tun.
Auch auf der Seite der Schweizer Arbeitgeber scheint das Interesse am Thema geweckt worden zu sein. 29 Prozent der befragten Arbeitgeber prüfen gegenwärtig ihre entsprechenden Möglichkeiten.
Während viele Stellensuchende gerne jederzeit und überall Infos über Jobangebote auf ihren Handys empfangen würden, verhält sich eine grosse Mehrheit aber bei den eigentlichen Bewerbungen noch sehr traditionell: Drei Viertel von ihnen schicken laut der Umfrage ihre Bewerbungsunterlagen gerne auf Papier. E-Mail benützen dagegen nur 58 Prozent gerne, Online-Formulare sogar nur 23 Prozent. Dies steht in starkem Gegensatz zu den Bedürfnissen der Mehrheit der Arbeitgeber: 82 Prozent, also mehr als vier Fünftel, erhalten Bewerbungen gerne per E-Mail. Bewerbungen per Online-Formular sind zudem mit 50 Prozent bei Arbeitgebern fast ebenso beliebt wie Papierbewerbungen (51 Prozent).
Social Recruiting
Laut einem weiteren Ergebnis der aktuellen Trendstudie wird das soziale "Allzweck-Netzwerk" Facebook mittlerweile häufiger zur Stellensuche benützt als das Business-Netzwerk Xing. Jeder fünfte Befragte hat zudem schon einmal ein Job-Angebot geprüft, auf das ihn ein Freund mittels einer "Share"-Funktion via Facebook oder Twitter Aufmerksam gemacht hat.
An der Recruiting-Trendstudie 2012, die dieses Jahr zum vierten Mal durchgeführt wurde, beteiligten sich 1206 Arbeitnehmer und 273 Arbeitgeber aus der Deutschschweiz und der Romandie. Eine Kurzusammenfassung findet man hier für 75 Franken angeboten. (Hans Jörg Maron)

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