Red Hat zielt auf Sun

15. Februar 2005, 14:41
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Wie man in den Wald ruft, ...

Wie man in den Wald ruft, ...
An der "LinuxWorld" dieser Tage in Boston schlagen sich die grossen Hersteller gegenseitig Produkte-Ankündigungen um die Köpfe. So präsentierte der Linux-Spezialist Red Hat das Server-Betriebssystem "Red Hat Enterprise Linux 4". Die Software-Sammlung stützt sich auf den Linux Kernel 2.6 und läuft auf Maschinen mit 32- oder 64-Bit Prozessoren von Intel und AMD.
Interessant sind gewisse Marketing-Aussagen der Red-Hat-Oberen. So sagte der Europachef von Red Hat, Werner Knoblich, das neue Server-Betriebssystem sei "das Ende" der proprietären Unix-Systeme, speziell von Suns Solaris. Wie man in den Wald ruft, so tönt es zurück. Denn die Sun-Marketing-Leute waren bei der Präsentation von Solaris 10 im vergangenen November nicht müde geworden, zu betonen, die Software von Red Hat sei "proprietär" und eine Sackgasse für die Anwender.
Sun hob damals besonders hervor, auf Servern mit dem Solaris-Betriebssytem könne man auch Software für Linux laufen lassen. Umgekehrt kann man nun mit "Enterprise Linux 4" von Red Hat auch Maschinen, die mit Solaris funktionieren, verwalten. Der US Linux-Spezialist zielt damit auf die Märkte, in denen Sun stark vertreten ist: die Finanzindustrie und Telcos.
Preissenkungen auf den "kleinen" Sun-Servern
Derweil hat Sun Microsystems gestern auf der "LinuxWorld" Serversysteme vorgestellt, die die neuen Server-CPUs von AMD enthalten. Die Systeme mit zwei oder vier Prozessoren (Sun Fire V40z und V20z) seien wesentlich schneller als alle vergleichbaren Systeme von Dell, IBM oder HP, so Sun.
Die so genannten x64 Server von Sun können mit Solaris, Windows oder diversen Linuxen betrieben werden.
Gleichzeitig gab Sun Preissenkungen von bis zu 22 Prozent auf den Servern und Workstations mit AMD-CPUs bekannt. (Christoph Hugenschmidt)
(Sun Microsystems ist als "Launch-Partner" ein wichtiger Marketing-Kunde unseres Verlags.)

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