redIT: grosser Umsatzsprung, ganz wenig Reingewinn

14. April 2008, 17:07
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300'000 Franken Jahresgewinn aus fast hundert Millionen Franken Umsatz.

300'000 Franken Jahresgewinn aus fast hundert Millionen Franken Umsatz.
Der Zuger Systemintegrator redIT konnte im letzten Jahr zwar einen starken Umsatzuwachs verbuchen, der sich allerdings nicht in einer Gewinnsteigerumg äusserte. Im Gegenteil: Obwohl der Umsatz mit 97 Millionen Franken 21 Prozent höher lag als 2006, sank der Jahresgewinn unter dem Strich von 1,4 Millionen Franken auf 300'000 Franken.
Der Ertrag, so schreibt redIT denn auch klar in seiner Pressemitteilung, liege unter den Erwartungen. Für die nächsten Jahre wolle man nun gezielt eine Steigerung der Profitabilität anstreiben und eine "nachhaltige EBIT-Marge erreichen".
Etwas Licht auf die Gründe für die mangelnde Profitabilität wirft ein Blick auf die Umsatzentwicklung in den beiden Hauptbereichen von redIT. Für den Löwenanteil des Umsatzwachstum war der Bereich Technologie-Services verantwortlich, bei dem aber gleichzeitig die Bruttomarge fast ebenso schnell sank: Der Umsatz stieg von 53,6 auf 69,8 Millionen Franken, der Bruttogewinn aber nur von 17,4 auf 18,3 Millionen Franken.
Im klar margenträchtigeren Bereich Branchenlösungen hat dagegen auch die Umsatzentwicklung die Verantwortlichen enttäuscht: Der verbuchte Umsatz stieg nur von 25,2. auf 25,7 Millionen Franken, obwohl 2006 erst 8 Monate des (Umsatzes der Dynamics-Gruppe - der ehemaligen, 2006 übernommenen MGA - mitgezählt wurden, 2007 aber volle 12 Monate.
Wie uns redIT-CEO Andreas Kleeb erklärte, kann man dies nun nicht als einen Umsatzverlust um fast einen Drittel interpretieren. Das ERP-Geschäft sei saisonal und das zweite Halbjahr traditionell deutlich stärker. Trotzdem, so räumt er aber offen ein, sei die Umsatzentwicklung klar unter den eigenen Erwartungen geblieben.
Der Bruttogewinn des Bereichs Branchenlösungen wuchs von 20,5 auf 22,1 Millionen Fanken.
Für das laufende Jahr ist redIT zuversichtlich. Man verzeichne eine starke Nachfrage nach den Dienstleistungen und spüre keine Auswirkungen der Situation an den Finanzmärkten. Insgesamt aber solle zukünftig dem Ertragswachstum eine höhere Aufmerksamkeit geschenkt werden, als dem Volumenwachstum. (hjm)

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