RedIT verkauft Pebe an Allocare

11. Dezember 2009, 11:35
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Der Zuger Systemintegrator RedIT will kein Software-Hersteller mehr sein.

Der Zuger Systemintegrator RedIT will kein Software-Hersteller mehr sein.
RedIT macht unter der neuen Führung von Martin Regli mit der angepeilten Konzentration auf die Kernkompetenzen vorwärts. So wurde heute der Verkauf des Software-Arms Pebe an Allocare bekannt gegeben. Pebe wird in eine neu gegründete Firma (pebe AG) eingebracht, die als 100-prozentige Tochterfirma von Allocare unter der bisherigen Leitung von Martin Fricker und Maurizio Lipari funktionieren wird. Die pebe AG übernimmt 30 Angestellte von RedIT, alle Rechte an der Treuhänder-Software und alle Wartungsverträge mit bestehenden Kunden. Sechs Arbeitsplätze bei RedIT werden abgebaut.
Ebenfalls mit zum Deal gehört die Leistungsabrechnung für Treuhänder und Anwälte von Ancoma, die RedIT vor gut vier Jahren übernommen hat.
Die Lösungen von Allocare (Asset Mangement) und pebe (Fonds- und Wertschriftenbuchhaltung, Treuhänder-Software) ergänzen sich, so Allocare-Geschäftsführer Peter Staub. Interessant ist, dass Allocare selbst einmal zu RedIT gehört hat. Der Softwarehersteller kam im Zuge der verunglückten Fusion zwischen Simultan (später an Sage verkauft) und Wickert Kleeb & Partner zu RedIT, wurde aber noch vor dem Börsengang der Zuger Gruppe 2004 verkauft.
Auf der Suche nach einem Gesicht
"RedIT muss ein Gesicht bekommen und man muss wissen, wofür wir stehen," so Regli zu inside-channels.ch als Begründung für den Verkauf von pebe. Mit ein weiterer Grund dürfte gewesen sein, dass RedIT mit dem Verkauf von pebe nötige Mittel frei machen kann. Wieviel Allocare für den Software-Hersteller bezahlt, wird aber nicht bekannt gegeben.
Der Deal macht wohl für beide Seiten Sinn. Allocare kann dem Software-Hersteller pebe und dessen Kunden wohl eher Perspektiven bieten als RedIT, wo pebe immer nur ein Randthema war. Und RedIT kommt einerseits zu Geld und wird andererseits für Mitarbeitende und Kunden tatsächlich ein Stück fassbarer.
Spitzzüngig könnte man allerdings anmerken, dass diese Erkenntnis etwas spät kommt. (Christoph Hugenschmidt)

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