redIT verringert Verlust

24. August 2006, 09:39
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    Der Zuger Dienstleister plant weitere Übernahmen im Navision-Bereich. MGA Informatik kostete 14,7 Millionen Franken.

    Der Zuger Dienstleister plant weitere Übernahmen im Navision-Bereich. MGA Informatik kostete 14,7 Millionen Franken.
    Der Zuger VAR und Navision-Spezialist redIT konnte im ersten Halbjahr 2006 den Verlust verringern. Das börsenkotierte Unternehmen schrieb einen Verlust von einer halben Million Franken. Auf vergleichbarer Basis (aufgrund der Zu- und Verkäufe) betrug der Verlust im ersten Semester des Vorjahres 0,9 Millionen Franken. Der ausgewiesene Verlust betrug für das erste Halbjahr 2005 0,7 Millionen Franken. Der Umsatz sank hingegen auf 34,5 Millionen nach 36,9 Millionen Franken im Vorjahr. Die Bruttomarge betrug 47 Prozent.
    redIT habe wesentliche Fortschritte in der Umsetzung der Wachstumsstrategie erzielt, teilte das Unternehmen mit. Anfang Jahr hat redIT die restlichen 75 Prozent des Lysser Garagenspezialisten S4 Solutions übernommen. Nach eigenen Angaben habe redIT mit diesen Übernahmen einen Markanteil von über 25 Prozent an den Navision-Lösungen in der Schweiz erreicht.
    14,7 Mio. für MGA
    Aus den Geschäftszahlen geht zudem hervor, dass redIT 14,7 Millionen Franken für MGA bezahlt hat. Davon wurden 8,1 Millionen Franken für Goodwill aufgewendet. Barüberweisungen betrugen 10,2 Millionen Franken, 4,5 Millionen Franken bezahlte das Unternehmen in Aktien zum Kurs von 14,50 Franken.
    Weitere Akquisitionen
    MGA hat Aktivitäten in Buochs, Baar, Zürich, Frauenfeld und Lyss. Den Lysser Standort konnte sich redIT jedoch nicht sichern, weil dort MGA nur eine Minderheitsbeteiligung hat. Ob derzeit noch Verhandlungen mit dem Management, das die Mehrheit besitzt, geführt werden, ist nicht bekannt. redIT-CEO Andreas Kleeb sagt nur, dass redIT in der Region Mittelland und Ostschweiz mit Navision "aktiver" werden will.
    Das Unternehmen spricht von "gezielten Akquisitionen". Kleeb: "Wir führen aktiv Gespräche mit mehreren Parteien." Ob diese Gespräche zu einem gewünschten Ziel führen, könne man noch nicht sagen. "Wir wollen sorgfältig akquirieren, es muss zur Strategie passen", sagt Kleeb. Die Branche unterliege nach wie vor der Konsolidierung, in der redIT weiterhin eine aktive Rollen spielen werde, heisst es in der Mitteilung.
    Für das Gesamtjahr erwartet redIT eine "deutliche Verbesserung" der Geschäftszahlen verglichen mit 2005. Das Unternehmen erwartet für 2007 einen Betriebsgewinn (EBIT) von 4,7 Millionen Franken. (Maurizio Minetti)

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