Regionale Unterschiede im Business-Softwaremarkt wachsen

21. September 2010, 12:04
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Gemäss der neusten Schätzung des Marktforschers Gartner Research wird der globale Markt für Unternehmenssoftware, nachdem er 2009 verglichen mit 2008 um 2,6 Prozent geschrumpft war, in diesem Jahr verglichen mit 2009 um 4,5 Prozent auf 232 Milliarden Dollar wachsen.

Gemäss der neusten Schätzung des Marktforschers Gartner Research wird der globale Markt für Unternehmenssoftware, nachdem er 2009 verglichen mit 2008 um 2,6 Prozent geschrumpft war, in diesem Jahr verglichen mit 2009 um 4,5 Prozent auf 232 Milliarden Dollar wachsen. Bis 2014 soll das Wachstum, mit durchschnittlich 6 Prozent pro Jahr, noch etwas stärker anziehen.
Dieses solide Gesamtbild verkompliziert sich aber, je näher man hinschaut. So soll das Wachstum in Nordamerika, wo immer noch fast die Hälfte des gesamten "Enterprise-Software"-Umsatzes herstammt, dieses Jahr 8,5 Prozent betragen, und der Markt in den nächsten Jahren ungefähr gleich schnell weiterwachsen.
In der Region EMEA (Europa, naher Osten und Afrika) wird der Markt dagegen laut Gartner auch dieses Jahr noch um 3,4 Prozent auf 64,5 Milliarden Dollar schrumpfen. Bis 2014 soll das durchschnittliche Wachstum danach 2,7 Prozent betragen.
Auch die Zahlen der Grossregionen sagen aber teilweise wenig über die Situation in Teilregionen und einzelnen Ländern aus. In Osteuropa zeigen sich die Märkte beispielsweise laut Gartner weitaus volatiler, als in Westeuropa. In guten Jahren wachsen sie stärker, in schlechten brechen sie auch tiefer ein. Auch in Westeuropa sind die Unterschiede in der Marktentwicklung laut Gartner gross. In Deutschland und etwas dahinter Frankreich zeichne sich beispielsweise ein hohes Wachstum ab, während die Software-Anbieter in Spanien, Portugal oder Griechenland mit einer weiterhin schwachen Nachfrage kämpfen müssen. 2011, glaubt Gartner, dürften sich diese Unterschiede sogar noch verstärken. (hjm)

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