Reiche: Nicht mit Software, nicht in der Schweiz

30. November 2012, 14:42
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Nur gerade ein einziger Unternehmer, Francisco Fernandez, schafft es mit Software-Herstellung in der Schweiz unter die 300 Reichsten der 'Bilanz'.

Nur gerade ein einziger Unternehmer, Francisco Fernandez, schafft es mit Software-Herstellung in der Schweiz unter die 300 Reichsten der 'Bilanz'.
Beim Durchblättern der neusten Ausgabe des Wirtschaftsmagazins 'Bilanz', in der die angeblich 300 Reichsten der Schweiz aufgelistet werden, drängt sich vor allem eine Erkenntnis auf: Reich wird man nicht durch Arbeit, sondern durch erben - vorzugsweise von Immobilien, Banken oder Uhrenfabriken. Und durch das "Optimieren" von Steuern. Sehr viele der von der 'Bilanz' bejubelten Reichen sind Zuzüger - ihr Geld wird oder wurde woanders erarbeitet.
Nur sehr wenige der aufgelisteten Reichen und Superreichen haben mit Hightech und noch weniger mit Informatik zu tun. Die Ausnahmen: Die Erben von Walter Haefner (6 - 7 Milliarden, Autohandel) haben einen Anteil von ungefähr 25 Prozent am US-Software-Konzern CA Technologies. Das Ehepaar Kellerhals, das angeblich zwei bis drei Milliarden Franken besitzt, ist mit 22 Prozent an der Media-Saturn Holding beteiligt und auch die ursprünglich norwegische Familie Hagen (2 - 3 Milliarden) ist an Elektrohändlern beteiligt. Auch andere Reiche sind wohl da und dort an IT-Firmen beteiligt, doch ist die Beteiligung nirgends gross genug, um der 'Bilanz' eine Erwähnung wert zu sein.
Die IT-Unternehmer, die zu den 300 Reichsten gehören, sind wesentlich ärmer. So gehört der Familie Schroff (300 bis 400 Mio.) unter anderem der Distributor Rotronic. Etwa gleich reich soll Martin Saidler sein, der mit seiner Firma Centralway in Zürich hoffnungsvolle Startups auf den Weg bringen will. Mit der Herstellung von Software in der Schweiz sehr reich geworden ist nur Avaloq-Gründer Francisco Fernandez (Foto), dem die Bilanz ein Vermögen von 200 bis 300 Millionen Franken zuschreibt. Bedenkt man allerdings, zu welch hohen Preisen Software-Firmen übernommen werden, könnte Fernandez - wenn er denn gewollt hätte - wohl schon reicher sein.
Auch ein Unternehmer, aber aus einer anderen Generation, ist Logitech-Gründer Daniel Borel. Er soll 100 bis 200 Millionen Franken besitzen. So viel schreibt man auch Alain Chuard zu, der seine US-Software-Firma Wildfire an Google verkauft hat. (hc)

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