Rekordumsatz bei Fritz & Macziol

20. März 2014, 15:07
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    Der IT-Konzern veröffentlicht die Geschäftszahlen, sagt aber nichts zur Schweizer Niederlassung. Diese steht im Zentrum einer Bestechungsaffäre.

    Der IT-Konzern veröffentlicht die Geschäftszahlen, sagt aber nichts zur Schweizer Niederlassung. Diese steht im Zentrum einer Bestechungsaffäre.
    Der deutsche IT-Dienstleister Fritz & Macziol (FuM) hat diese Woche die Umsatzzahlen des vergangenen Jahres präsentiert. Überschattet wurde die Bilanz dieses Jahr vom Skandal rund um die Schweizer Niederlassung: Seit Januar besteht der Verdacht, dass sich ein Ressortleiter im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) von zwei führenden Angestellten von Fritz & Macziol Schweiz bestechen liess. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen und es läuft eine Administrativuntersuchung im Seco.
    Das Ulmer Unternehmen berichtete vom besten zweiten Halbjahr in der Firmengeschichte. Der Umsatz stieg 2013 in der Gruppe um 9 Prozent auf 396 Millionen Euro. Darin sind auch die Umsätze in der Schweiz enthalten. In der Mitteilung zum Ergebnis schreibt das Unternehmen aber lapidar, dass zur Schweizer Niederlassung "wegen aktueller Entwicklungen im Moment keine Informationen veröffentlicht werden" können. Mitte 2013 hatte FuM Schweiz noch bekannt gegeben, dass man 2012 um 15 Prozent zugelegt habe.
    Das Mutterunternehmen von FuM, Imtech, hatte sich diese Woche bereits dahingehend geäussert. Der Imtech-Chef sagte, er habe keine Zweifel an der persönlichen Integrität von Heribert Fritz. Der Vorstandsvorsitzende sagte, dass Imtech voll mit den Schweizer Ermittlungsbehörden kooperiere und FuM Schweiz ungeachtet der Verhaftung früherer Manager nicht im Fokus der Ermittlungen stehe. (mim)

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