Rekordzahlen bei Notebook-Auftragsfertigern

24. September 2010, 14:03
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Die meisten Notebook-ODM-Hersteller (Original Design Manufacturers) können im September 2010 laut Industriekreisen aus Taiwan mit rekordverdächtigen Absatzzahlen rechnen.

Die meisten Notebook-ODM-Hersteller (Original Design Manufacturers) können im September 2010 laut Industriekreisen aus Taiwan mit rekordverdächtigen Absatzzahlen rechnen. Quanta Computer soll in diesem Monat inklusive Netbooks fünf Millionen Stück ausliefern, Compal Electronics 4,5 Millionen und Wistron 2,5 Millionen Stück. Alle drei Hersteller sind in Taiwan beheimatet, produzieren aber hauptsächlich in China. Zusammen mit der Nummer vier Inventec, ebenfalls von der Insel, kontrollieren sie über 60 Prozent der weltweiten Notebook-Industrie. Alle Hersteller Taiwans bringen es zusammen auf einen Weltmarktanteil von mehr als 90 Prozent.
Quanta soll im dritten Quartal auf 13,0 bis 13,2 Millionen Notebook- und Netbook-Lieferungen kommen, drei bis fünf Prozent weniger als die 13,7 Millionen Stück im zweiten Quartal des Jahres. Nach 3,6 Millionen mobilen Rechnern im Juli hat das Unternehmen im August mit 4,4 Millionen Stück bereits wieder kräftig zugelegt.
Aufgrund negativer Anzeichen in den USA und Europa und weil Tablet-PCs inklusive Apples iPad bereits im Laptop-Segment zu wildern beginnen, wird jedoch davon ausgegangen, dass sowohl Quanta als auch Compal im Oktober kleinere Brötchen backen müssen. Der Netbook-Weltmarkt soll 2010 auf 39 bis 43 Millionen Stück anwachsen und sich 2011 mit 40 Millionen Stück kaum mehr bewegen beziehungsweise sogar schrumpfen. Der Absatz von Tablet-PCs (mit iPad) soll sich in den zwei Jahren dagegen von 15 auf 30 Millionen Stück glatt verdoppeln.
Ein Grossteil der mobilen Apple-Geräte wird von Foxconn produziert. Quanta hat aber Berichten zufolge gerade Orders für MacBooks mit 11,6 Zoll bekommen. Davon soll 2010 weltweit 400'000 bis 500'000 Stück verkauft werden. Jüngsten Meldungen zufolge will Dell für eigene 3D-Notebooks auf Wistron-Technologie setzen.
Inventec verliert zwar an Stückzahlen, weshalb es schon Gerüchte gab, das der EMS-Riese und Microsoft-Xbox-Bauer Flextronics aus Singapur einsteigt, will aber im November ein neues Werk in Chongqing, in der chinesischen Provinz Sichuan (Berthold Brechts Sechuan) weit im Landesinneren, in Betrieb nehmen. Damit will das Unternehmen dort wohl auch von günstigeren Löhnen profitieren. (Klaus Hauptfleisch)

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