Rektoren-Präsident fordert Informatik-Unterricht an Gymnasien

22. Mai 2017 um 12:38
  • politik & wirtschaft
  • schule
  • bildung
  • ausbildung
image

Es sei höchste Zeit, dass ein eigenes Fach Informatik geschaffen werde, glaubt der Präsident der Gymnasialrektoren, Marc König.

Es sei höchste Zeit, dass ein eigenes Fach Informatik geschaffen werde, glaubt der Präsident der Gymnasialrektoren, Marc König. Denn die Schweiz hinke im gymnasialen IT-Unterricht anderen Ländern hinterher.
"Wir müssen aufpassen, dass die Schweiz nicht abgehängt wird", sagte König gegenüber der 'Luzerner Zeitung'. Momentan würden die Schüler nur integriert unterrichtet: Excel in der Mathestunde oder Word im Deutschunterricht. Andere Länder seien da schon weiter. Dort werde Informatik schon seit längerem intensiv unterrichtet.
Auch die Schweizer Kantonsschüler müssten sich mit neuen Technologien und den verschiedenen Anwendungen befassen oder programmieren lernen, sagte König. Sie sollten auch lernen, wie sie mit den neuen Medien umgehen müssten, welche Gefahren es gebe, etwa wenn es um die Weitergabe von persönlichen Daten im Internet gehe.
Eine Vernehmlassung zur Frage, ob Informatik ein Pflichtfach werden soll, wird noch dieses Jahr stattfinden. "Wir gehen im Moment davon aus, dass dieses mit vier Stunden pro Woche dotiert sein wird".
Flexibilität wichtiger als Vergleichbarkeit
Zur Jahresversammlung der Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektoren nächste Woche in Einsiedeln sind auch die Präsidenten der vier Bundesratsparteien eingeladen. Von der Politik erwartet König weiterhin Gestaltungsspielraum.
Die Schüler müssten Sachen ausprobieren dürfen und auswählen können. "Bei uns etwa betreiben sie ein Schülerradio, machen eine Schülerzeitung und eine Kulturplattform", sagte König, Rektor der Kantonsschule Burggraben in St. Gallen. Das müsse auch in Zukunft möglich sein. Die gymnasiale Bildung lebe davon, dass die Schüler Wahlmöglichkeiten hätten, welches Wissen und welche Kompetenzen sie erwerben wollten. Sie sollten kritisches Denken entwickeln und ihre eigenen Begabungen und ihren eigenen Studienweg finden. (sda/kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

Frauenfeld ebnet den Weg für die IT-Auslagerung

Ohne Gegenstimme bewilligt das Stadtparlament das Outsourcing. Der Auftrag wurde bereits an Abraxas vergeben.

publiziert am 23.2.2024
image

Apple verteidigt sich gegen Vorwürfe der EU

Dem Konzern droht ein Bussgeld von 500 Millionen Euro. Es geht um mögliche Verstösse im Musikstreaming-Markt und den Streit mit Spotify.

publiziert am 23.2.2024
image

Bis 2025: 40'000 Arbeitsplätze beim Bund werden auf M365 migriert

Nach Abschluss der ersten Pilotphase mit rund 130 Nutzerinnen und Nutzern folgt nun die zweite Pilotphase mit einer Einführung bei zwei Verwaltungseinheiten. Danach wird die ganze Bundesverwaltung migriert.

publiziert am 22.2.2024 4
image

Bern will Datenmanagement verbessern

Die Stadtregierung beantragt 1,4 Millionen Franken für das Programm "Data Excellence". Der digitale Service Public soll damit ausgebaut werden.

publiziert am 22.2.2024