Reseller aufgepasst bei Softwareschnäppchen – Microsoft hat ein laaaanges Gedächtnis.

29. Januar 2007, 16:58
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In Deutschland erhalten gegenwärtig einige Fachhändler höchst unangenehme Post von Microsoft, wie --http://www.

In Deutschland erhalten gegenwärtig einige Fachhändler höchst unangenehme Post von Microsoft, wie Channelpartner letzte Woche berichtete. Diese Fachhändler waren Kunden eines Softwarehändlers, der "manipulierte" Software von Microsoft verkaufte, teilweise direkt, teilweise auch an die erwähnten Fachhändler. Microsoft verlangt von ihnen nun Schadessersatz und eine Unterlassungserklärung.
Der zugrundeliegende Fall liegt viele Jahre zurück. 2002 flog er auf, dem Geschäftsführer des Unternehmens wurde der Prozess gemacht und das Unternehmen ist längst konkurs. Unter anderem hatte der Softwarehändler gemäss den ursprünglichen Berichten mit gefälschten Endkundenbelegen vergünstigte Softwarepakete gekauft, die für Schulen und Universitäten gedacht waren, und sie dann als normale Versionen weiterverkauft.
Anscheinend haben gewisse Kunden dieser Firma "C. aus Lich" schon seit 2004 solche Briefe von Microsoft gekriegt, die aktuellen Empfänger sind aber gemäss 'Channelpartner' immer noch erstaunt – vor allem darüber, dass sie so lange nach der Affäre doch noch zur Verantwortung gezogen werden.
'Channelpartner' empfiehlt den betroffenen Händlern nun, mit Microsoft das Gespräch aufzunehmen. Microsoft wolle keinen durch eine zu hohe Forderung ruinieren. Aber etwas bluten werden sie wohl müssen, und die Unterlassungserklärung muss in jedem Fall unterzeichnet werden. (hjm)

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