Retek einigt sich mit Oracle (Update)

22. März 2005, 08:49
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SAP ist aus dem Übernahmekampf um den Software-Hersteller Retek ausgestiegen. Retail weiterhin im Fokus.

SAP ist aus dem Übernahmekampf um den Software-Hersteller Retek ausgestiegen. Retail weiterhin im Fokus.
Oracle hat den Kampf mit SAP um die Übernahme des US-Softwarehauses Retek gewonnen. Gestern Nacht hat sich der Verwaltungsrat des Retailspezialisten dazu entschieden, den Aktionären das Angebot von Oracle zur Annahme zu empfehlen.
SAP teilte heute nachmittag mit, man erhöhe das Angebot nicht. Der Retek-Verwaltungsrat hatte sich vor dem jetzigen Seitenwechsel schon zweimal für die Angebote von SAP ausgesprochen.
Oracle wird etwa 669 Millionen Dollar für Retek zahlen. Das Scharmützel um Retek hat trotz des vergleichsweise geringen finanziellen Volumens überproportionale Aufmerksamkeit erregt, da vor allem Oracle den Deal zu einem Machtkampf hochstilisiert hatte. Oracle-CEO Larry Ellison hatte das Angebot unter anderem damit begründet, dass Nordamerika sozusagen sein Territorium sei, und dass er ein weiteres Vordringen von SAP hier unbedingt verhindern wolle.
SAP beeilte sich nun zu erklären, der Retail habe weiterhin eine hohe Priorität für den deutschen ERP-Riesen. Der Preis für Retek war SAP nach dem Bieterkampf gegen Oracle aber schlicht zu hoch. Von einem weiteren Bieterkampf hätten weder die Aktionäre von SAP noch die Retailkunden profitiert, sagte SAP VR-Sprecher Henning Kagermann. Und fügte maliziös hinzu: "... Position im Weltmarkt kann man sich nicht erkaufen, sondern gewinnt sie durch das Vertrauen der Kunden..."
SAP zählt in der Schweiz unter anderem Migros zu den grossen Retail-Kunden, verlor hingegen bei Denner gegen Navision. (hjm / hc)

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