Rettung für schlecht besuchte IT-Fachkongresse

6. September 2005, 15:37
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Berliner IFA mietet Studenten als "Fachbesucher"

Berliner IFA mietet Studenten als "Fachbesucher"
Kongresse (möglichst mit "Ausstellung" - sprich Messe) und Messen (mit Kongressen) können ein sehr gutes Geschäft sein. Problematisch wird es allerdings, wenn man den ("Gold", "Platin", "Stahl" und "Sonstwas"-) Sponsoren mehr interessierte und kaufkräftige BesucherInnen und ZuhörerInnen verspricht, als dann tatsächlich kommen. Ebenfalls problematisch kann es sein, wenn der Veranstalter die potentiellen BesucherInnen mit kostenlosen oder günstigen "Fachvorträgen" anlockt, die sich dann als Werbespots und Powerpoint-Schlachten der Sponsoren der Veranstaltung entpuppen.
Was tun also? Wählen Sie die Berliner Lösung und mieten Sie sich die interessierten "Fachbesucher" einfach. So geschehen an der Berliner IFA, wie heute "die tageszeitung" berichtet. Die Messe hat offensichtlich über eine Job-Vermittlung Studenten angeheuert, um die Lücken im Publikum zu füllen. Bedingung: Man muss mindestens 26 Jahre alt sein und sich Business-mässig kleiden.
Ein IFA-Sprecher behauptete gegenüber der 'taz', das Vorgehen sei bei Vorträgen, die im Fernsehen übertragen würden, üblich, wollte er aber nicht sagen, wieviele Studis die Messe angeheuert hat, um interessierte und kaufkräftige Besucher zu mimen. Einer der falschen "Fachbesucher" sagte aber der Reporterin, er glaube, das jeder dritte bis vierte Zuhörer bezahlt sei. (Christoph Hugenschmidt)

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