"Rettung" für View-Anwender: Microsoft und Citrix gemeinsam gegen VMware

22. März 2010, 12:32
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Die Alteingesessenen verbünden sich gegen den Desktop-Newcomer.

Die Alteingesessenen verbünden sich gegen den Desktop-Newcomer.
Desktop-Virtualisierung ist noch ein Markt im Embrionalstadium, aber das Gefecht der Anbieter um die besten Ausgangspositionen ist bereits in vollem Gange. Nun haben sich Microsoft und Citrix enger zusammengeschlossen, um dem Konkurrenten VMware, dem Überflieger im Geschäft mit Servervirtualisierung, Kunden abzujagen und ihre eigene "Virtual Desktop Infrastructure" (VDI) an den Mann zu bringen.
Unter dem provozierenden Motto "Rettung für VMware VDI" bieten Microsoft und Citrix Anwendern von "VMware View" die "mit der VMware-VDI zu kämpfen haben" im Austausch für deren VMware-Lizenzen bis Ende Jahr bis zu 500 kostenlose Jahreslizenzen ihrer entsprechenden Produkte "Microsoft VDI Standard Suite" und "Citrix XenDesktop VDI Edition" an.
Die weltweite Aktion gilt allerdings nur für Unternehmen, deren virtuelle Windows-Desktops über "Enterprise" oder "Core" Client-Access-Lizenzen abgedeckt sind und die eine Select-, Enterprise- oder eine Schul- oder Universitäts-Software-Assurance besitzen.
Das Gespann lockt auch Unternehmen ohne View-Lizenzen mit einer Sonderaktion: Sie erhalten bis Ende Jahr etwas mehr als 50 Prozent Rabatt auf bis zu 250 Jahreslizenzen für die VDI–Produkte von Microsoft und Citrix. Die Grundbedingungen um für die Aktion in Frage zu kommen sind dieselben, wie beim View-Austausch. In den USA kosten die beiden Jahreslizenzen mit Rabatt zusammen noch rund 28 Dollar, die Preise unterscheiden sich aber je nach Land und Kundengrösse.
Microsoft ändert zudem auf den 1. Juli einige seiner Lizenzbestimmungen, so dass diese keinen Stolperstein mehr für potentielle Desktop-Virtualisierungskunden darstellen sollten. So müssen Kunden mit Windows Client Software Assurance ab dann keine separaten Lizenzen mehr für Windows und Office-Anwendungen innerhalb einer VDI-Umgebung kaufen. Die Zugangsrechte für den virtuellen Desktop werden in der Software Assurance enthalten sein.
Gleichzeitig bekommen Inhaber von Windows-Client-Software-Assurance- und Käufer von Virtual-Desktop-Access-Lizenzen das Recht, auch von externen Zweitgeräten wie beispielsweise Heim-PCs ohne Zusatzlizenzen auf ihre virtuellen Desktops zuzugreifen. (Hans Jörg Maron)

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