Revolut stösst in den europäischen Bankenmarkt vor

11. Januar 2022, 16:08
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Die Finanz-Plattform war in Westeuropa bisher nur als Institut für digitale Finanzgeschäfte tätig. Nun soll sich das ändern: Revolut plant Bankniederlassungen auf dem ganzen Kontinent.

Die Internet-Bank Revolut ist in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Holland, Spanien und Schweden mit einer europäischen Banklizenz an den Start gegangen. Dies teilte das Unternehmen mit. Die Lizenz für das Vorhaben stammt von der Revolut Bank in Litauen, die schon länger klassische Bankgeschäfte in Österreich, Polen oder Litauen anbietet. Bestehende Kunden sollen zukünftig von neuen Funktionen sowie von einer gesetzlichen Einlagensicherung bis zu 100'000 Euro profitieren. Die ersten Bankfilialen von Revolut sollen im 2. Semester 2022 eröffnet werden.
Das Fintech-Startup wurde 2015 in Grossbritannien gegründet und zuletzt nach eigenen Angaben mit 33 Milliarden Dollar bewertet. Die Finanzfirma aus London hat demnach rund 18 Millionen Privatkunden, davon mehr als 1 Million in der deutschsprachigen Region. Vom Vorstoss in den europäischen Markt erhofft sich das Unternehmen, dass möglichst viele Kundinnen und Kunden ihr Revolut-Konto auch als Hauptbankverbindung nutzen werden. "Die Einführung in Europa wird es uns in Zukunft ermöglichen, eine Vielzahl an neuen Produkten und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen", sagte Revolut-CEO Joe Heneghan zu der Expansion des Bankengeschäfts.

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