Richtfunk als Alternative zu Glasfasern

22. August 2011, 15:09
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IBB-Tochterfirma immensys bietet Alternative zu Internet-Anbindung über Glasfaser- und Kupfer.

IBB-Tochterfirma immensys bietet Alternative zu Internet-Anbindung und Standortvernetzung über Glasfaser- und Kupfer.
Die Brugger Strom-, Gas- und Wasserwerke IBB hat eine neue Tochter: immensys. Die nun eigenständige, fünfköpfige Firma besitzt ein eigenes kleines Glasfasernetz (45 km, Peering im Green-Rechenzentrum in Lupfig) sowie eine Reihe von Richtfunkstationen. Mit diesen deckt immensys nach eigenen Angaben ein Gebiet von "nahezu 1000 Quadratkilometern" (siehe Grafik oben) ab.
Die Internet-Anbindung mit Richtfunk für die "letzte Meile" koste im Schnitt einen Zwanzigstel eines Glasfaseranschlusses, schreibt immensys in einer Medienmitteilung. Interessant ist das Angebot insbesondere für Firmen ausserhalb der Ballungszentren, die auf eine symmetrische Bandbreite (gleich hohe Upload- wie auch Download-Rate) angewiesen sind. Dies sind etwa Firmen, die eigene Web-Angebote betreiben oder kleine Rechenzentren miteinander verknüpfen wollen. Gemäss immensys kann ein Anschluss "im Extremfall" innert 24 Stunden aufgebaut werden.
immensys, die auch private WLAN-Netze für Firmen (Hotels, Industrie) baut, bietet ihre Dienstleistungen auch an Telekommunikationsfirmen an, die mit Richtfunk die letzte Meile überbrücken wollen. Die neue IBB-Tochter verzichtet aktuell hingegen ausdrücklich darauf, mit Triple-Play-Services (Telefonie, TV, Internet) für Privatkunden auf den Markt zu gehen. (hc)

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