Ricoh hat die Hausaufgaben gemacht

29. August 2012, 12:49
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Ricoh geht es gut: 162 Millionen Franken Umsatz im letzten Geschäftsjahr und 500 Mitarbeitende in der Schweiz. CEO Stefan Ammann sagt was der Clou des Erfolgs ist.

Ricoh geht es gut: 162 Millionen Franken Umsatz im letzten Geschäftsjahr und 500 Mitarbeitende in der Schweiz. CEO Stefan Ammann sagt was der Clou des Erfolgs ist.
Am heutigen Medienbrunch des japanischen Druckerherstellers Ricoh im Hauptsitz in Wallisellen drehte sich neben neuen Printing-Produkten alles um die Unternehmensgeschäfte. Stefan Ammann, CEO von Ricoh Schweiz, plauderte aus dem Nähkästchen und sagte: "Ricoh hat seit 2008 seine Hausaufgaben gut gemacht", was so viel bedeutet wie: es läuft gut. Gut laufen tue es vor allem im Grosskundenbereich und es sei keine Restrukturierung in Planung – aber auch keine neue Übernahme.
Ricohs verschiedene Segmente
Seit einem Jahr streckt der Printing-Dienstleister auch im IT-Managed-Services-Bereich seine Fühler aus. Man habe im ersten Jahr damit rund 50'000 Franken Umsatz gemacht, sagt Ammann. "Es ist klar, dass wir uns auf einen kleinen Bereich wie Gemeinden konzentrieren".
Ausserdem hat erst kürzlich Ricoh eine beträchtliche Investition in PTI Marketing Technologies, einen Anbieter von Web-To-Print- und Personalisierungs-Lösungen für Druckdienstleister, getätigt. Mit dieser Investition soll die Entwicklung neuer "Marketing Collateral Management Tools" vorangetrieben werden. Das Ziel sei, den Kunden komplette End-to-End Production Printing-Lösungen anzubieten, damit diese sich als Marketingdienstleister positionieren können, auch wenn es um Themen wie Marketing Automation und Brand Management geht.
Umsatz und Marktanteil
In der Schweiz beschäftigt das Unternehmen rund 500 Mitarbeitende und ist neben seiner Hauptverwaltung in Wallisellen schweizweit mit 17 Filialen vertreten. Ricoh wurde am 1. Oktober 2008 aus den drei Tochtergesellschaften Lanier, Celltec und Infotec zusammengeschlossen. Der Umsatz 2011 lag bei ungefähr 162 Millionen Franken, die Anzahl Mitarbeiter beträgt knapp 500 Personen. Aktuell bilde man im ICT-Bereich 11 Lehrlinge aus, vier in der Informatik und sieben im kaufmännischen Bereich.
Ricohs Marktanteil im Druckerbereich liegt bei rund 4 Prozent, aufgeteilt in die beiden Kategorien Document-Printing und Office-Printing liegen sie aber bei 30 Prozent beziehungsweise 28 Prozent. "Wir sind gesund und haben gelernt, auch mal nein zu sagen", sagt Ammann weiter. Man habe gelernt, nicht jeden Kunden gewinnen zu müssen, wenn es finanziell keinen Sinn macht und man nur schon bei einer Ausschreibung Geld verliert. "Auch die Wahl unseres Standorts in Wallisellen sehen wir positiv". Und wie geht es der Konkurrenz? Xerox und Canon sind immer noch die beiden Hauptkonkurrenten und auch sie "haben ihre Hausaufgaben seit 2008 gut gemacht", sagt Ammann. "Die beiden haben ein stabiles Umfeld und eine gute Chance, gut ausgebildete Leute zu finden". (Hanna Lauer)

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