Ricoh nun grösster Printing-Dienstleister in der Schweiz

1. Oktober 2008, 12:36
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Mit der Zusammenlegung von Celltec, Lanier und Infotec entsteht ein Printing-Dienstleister mit 19 Standorten und 500 Mitarbeitenden. Eckert hat das Unternehmen verlassen.

Mit der Zusammenlegung von Celltec, Lanier und Infotec entsteht ein Printing-Dienstleister mit 19 Standorten und 500 Mitarbeitenden. Eckert hat das Unternehmen verlassen.
Ab heute gibt es die bekannten Marken Celltec, Lanier und Infotec im Schweizer Printer-Business nicht mehr. Die aus den drei Firmen entstandene Ricoh Schweiz ist nach eigenem Bekunden nun Marktführer unter den Schweizer Druck-Dienstleistern. Ricoh sei in drei Geschäftsfeldern die klare Nummer 1 der Schweiz, sagt Marketingleiter Marcel Alini. Mit 22 Prozent Marktanteil und ungefähr 40'000 Kunden sei Ricoh an der Spitze im Geschäft mit Multifunktionsdruckern (MFPs) und seine Firma sei auch der grösste Anbieter von Output-Management-Lösungen, so Alini. So wird Ricoh in Kürze auch in der Schweiz eine Lösung namens @remote zur Fernüberwachung von Druckerparks anbieten. Drittens hat Ricoh gemäss Alini mit 120 Technikern und 19 Standorten die beste Abdeckung in der Schweiz - auch in Randgebieten. So reklamiert der "neue" Printing-Dienstleister einen Marktanteil von 80 Prozent (!) in Graubünden. Dazu kommt, dass sich die drei nun zusammengelegten Firmen sowohl geografisch wie auch von den Geschäftsfeldern her, nur wenig Überlappungen aufwiesen.
Keine Entlassungen, dafür eine neue ERP-Lösung
Die Zusammenlegung der drei grossen Dienstleister und Händler ist gemäss Alini ohne Entlassungen über die Bühne gegangen. Einige Stellen im Transport wurden zu Planzer ausgelagert, dieser hat aber die Chauffeure übernommen.
Auch im Backoffice wurden nach Firmenangaben keine Entlassungen ausgeprochen. Gewissen Mitarbeitenden in St. Gallen konnten Stellen in Zürich angeboten werden, andere arbeiten in teilweise neuen Funktionen in St. Gallen weiter.
Ricoh wird im Zuge der Integration der drei Firmen ausserdem die ERP-Lösung von Celltec, das Schweizer System IFAS, bis Ende Jahr auf alle Standorte ausbreiten.
Nur noch ein Chef
Geschäftsführer der "neuen" Ricoh ist Stefan Ammann (Foto), bisher der Leiter der Celltec AG. Der gelernte Elektroningenieur durchlief berufliche Stationen bei Siemens Schweiz, Bosch Telecom und Nortel und war von 2003 bis 2006 bei Sunrise für das Grosskundengeschäft verantwortlich.
Daniel Eckert, bisher Chef von Lanier Schweiz, hat das Unternehmen per Ende September verlassen.
Noch unklar ist, was mit dem Welschschweizer Büro der neulich von Ricoh übernommenen Ikon passieren wird. Mit der Annahme, dass Ricoh auch Ikon so schnell wie möglich integrieren wird, wird man wohl nicht falsch liegen.
Ricoh Schweiz wird, dies wird aus dem Telefongespräch mit Alini klar, stark auf Outsourcing-Dienstleistungen, wo für die Kunden ein riesiges Einsparungspotential brach liegt, fokussieren. (Christoph Hugenschmidt)

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