Ricoh Schweiz zieht Bilanz

24. Mai 2016, 12:48
  • channel
image

In der Schweiz verbuchte Ricoh "signifikantes" Wachstum. An einer Pressekonferenz gab der Hersteller Einblicke in das vergangene Jahr und zeigte, wie es weiter gehen soll.

In der Schweiz verbuchte Ricoh "signifikantes" Wachstum. An einer Pressekonferenz gab der Hersteller Einblicke in das vergangene Jahr und zeigte, wie es weiter gehen soll.
Anlässlich seines 80-jährigen Geburtstags hat der Druckerhersteller Ricoh heute zum Schweizer Hauptsitz nach Wallisellen eingeladen. Die Ricoh Schweiz AG entstand 2008 durch den Zusammenschluss von Lanier, Celltec und Infotec inkorporiert, wie Daniel Tschudi, Director Sales & Consulting, kurz die Geschichte zusammenfasst. Derzeit arbeiten rund 400 Mitarbeiter in der Schweiz für den Druckerhersteller an acht Niederlassungen. 150 davon, betont Tschudi, sind alleine im Bereich "Technik & Support" tätig.
Ende März hat Ricoh das Geschäftsjahr 2015/16 abgeschlossen und dieses sei gut gelaufen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz um elf und die Profitabilität um 15 Prozent gesteigert werden, so Tschudi. Der Umsatz im Bereich Dienstleistungen und Software sei im Vergleich zum Jahr 2014/15 gar um 18 Prozent gewachsen.
Bei den Multifunktionsgeräten (MFP) habe sich Ricoh in der Schweiz zur Nummer eins entwickelt, was den Marktanteil anbelangt, so Tschudi weiter. Im ersten Quartal 2016 betrug der Marktanteil laut InfoSource im Bereich MFP gut 28 Prozent; ein Quartal davor waren es 23 Prozent. Im Office-Bereich seien die MFPs am meisten verbreitet, was diesen Bereich zu einem wichtigen Teil des Ricoh-Geschäfts macht. Auch zeichne sich langsam eine Konsolidierung ab. "Die grossen werden grösser", so Tschudi an seiner Präsentation. Beim Production Printing sei man mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent die Nummer zwei im Schweizer Markt und bei den Printern mit einem Anteil von sechs Prozent die Nummer drei. Doch entwickle sich dieser Bereich gut und Ricoh rechnet mit weiterem Wachstum. "Wir wachsen weltweit", so Tschudi, "in der Schweiz signifikant."
Insgesamt will der Hersteller im laufenden Jahr rund 75 neue Modelle lancieren. Darunter etwa die Metis-04-Serie sowie der 3D-Drucker AM S5500P. Als Besonderheiten der neuen Geräte hebt Ricoh unter anderem die Plattform-Unabhängigkeit hervor. Die Drucker können aus verschiedenen getrennten Netzwerkumgebungen drucken, was die Investitionskosten verringert. Zudem gibt es NFC-kompatible Geräte sowie einen "Body-Sensor": Das Gerät erkennt, wenn eine Person davor steht, und wird so aus dem Standby-Modus geweckt.
Hybride Channel-Strategie
Ricoh erzielt rund 30 Prozent des Umsatzes aus dem indirekten Verkauf. Vor drei Jahren waren es gerade einmal fünf Prozent. Wie Tschudi erklärt, bedient Ricoh direkt nur Neukunden ab 50 Mitarbeitenden sowie bestehende Kunden. KMU mit weniger Mitarbeitern werden ausschliesslich vom Channel betreut. Diese hybride Channel-Strategie werde den Partnern klar kommuniziert und soll sich auch nicht laufend ändern, sagt der Ricoh-Manager. Zum Partnerprogramm gehört die übliche Unterstützung bei Verkauf und Betrieb. Hinzu kommen Trainings, Marketing-Unterstützung, ein Bonusprogramm sowie Zugang zur Service-Organisation. Wenn die Reseller es wünschen, übernimmt Ricoh den End-to-End-Support bei den Kunden vor Ort.
Direkt bedienen möchte Ricoh die grösseren Kunden, wozu internationale Unternehmen aber auch lokale Player gehören. Ziel hier seien die Top-KMU – Unternehmen mit 250 bis 1000 Angestellten. Als kürzlich gewonnene Grosskunden nennt der Hersteller den Kanton Bern oder die Migros. Beim Detailhändler seien derzeit 5000 Systeme im Einsatz, weitere 2000 sollen in den nächsten zwei Jahren hinzu kommen. International tätige Vorzeigekunden sind beispielsweise Siemens oder AXA.
Mehr als nur Input und Output
Papier, Dokumente oder Drucke sollen künftig so bezogen werden, wie Strom und Wasser, erklärt der Manager die Vision von Ricoh. Für die Kunden soll die Anzahl der Geräte skalierbar sein, je nach Bedarf mit mehr oder weniger Geräten. Es gibt einen End-to-End-Service: Wenn der Kunde es wünscht, "reinigen wir auch die Displays und füllen das Papier auf", so Tschudi.
Zu den weiteren Managed-Services gehören etwa Application- und Communication-Services. Auch übernimmt Ricoh Dienstleistungen im Infrastruktur-Bereich. Beim Rollout neuer Hardware könne Ricoh nicht nur die Drucker installieren sondern übernehme beispielsweise auch das Rollout von Bildschirmen. Input und Output könne man schon lange. Hinzu komme der "Throughput" - von Kommunikations-Dienstleistungen über interaktive Whiteboards hin zu Data-Cleansing oder der Automatisierung des Versands. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

BRACK.CH Business: digital und persönlich

Das Einkaufserlebnis so angenehm und einfach wie möglich zu gestalten, ist im Privatkundenbereich längst selbstverständlich. BRACK.CH Business hat sich das und noch mehr für seine Geschäftskunden auf die Fahnen geschrieben – sowohl beim Online-Angebot als auch in der persönlichen Betreuung.

image

Netrics gründet eine eigenständige Consulting Boutique

Die neue Firma namens Aliceblue bietet unter anderem Beratung im Bereich Cloud-Technologie. Das Team besteht aus IT-Veteranen.

publiziert am 8.12.2022
image

Für Gemeinden ist IT-Sicherheit ohne Dienstleister nicht zu haben

Gemeinden sind keine Unternehmen, aber müssen – und wollen – ihre IT ebenso modernisieren, sagt Marco Petoia vom Gemeinde-RZ-Betreiber RIZ in Wetzikon. Fällanden und Bauma erklären uns, warum.

publiziert am 7.12.2022
image

Best of Swiss Apps kürt die besten App-Dienstleister

Die Veranstalter der Best of Swiss Apps Awards haben ein Ranking der besten App-Dienstleister 2022 aufgestellt.

publiziert am 7.12.2022