Ricoh will "One-Stop-Spezialist" sein

13. Juni 2019, 13:14
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IT-Services, Content Management und Managed-Printing-Services: Ricoh Schweiz versteht sich als "Generalunternehmer".

IT-Services, Content Management und Managed-Printing-Services: Ricoh Schweiz versteht sich als "Generalunternehmer".
Auch dieses Jahr hat Ricoh zur Pressekonferenz an den Schweizer Hauptsitz nach Wallisellen geladen. Konkrete Umsatzzahlen für die einzelnen Ländergesellschaften gibt der Konzern nicht bekannt, meldet aber ein "ausserordentlich gutes" Geschäft, wie Schweiz-Chef Daniel Tschudi vor Medienvertreter sagt. Konzernweit erzielte das japanische Unternehmen einen Umsatz von umgerechnet 18,5 Milliarden Franken. Dies entspricht laut Tschudi einem währungsbereinigten Wachstum von 0,4 Prozent. 23 Prozent davon, beziehungsweise 4,3 Milliarden Franken Umsatz, erzielte Ricoh mit IT-Services. In der Schweiz ist dieser Anteil geringer.
Ricoh Schweiz will IT-Dienstleister sein, dies predigt der Konzern schon länger. Seit sechs Jahren trete das Unternehmen hierzulande in diesem Bereich auf und in den vergangenen zwei Jahren habe man viel investiert, so Tschudi. Nach organischem Wachstum in den vergangenen Jahren folgte nun ein grösserer Zukauf. Kürzlich wurde die Übernahme von Lake Solutions bekannt gegeben. Damit gewann Ricoh Schweiz auf einen Schlag ein breites Portfolio an IT-Dienstleistungen.
Lake Solutions beschäftigt rund 70 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 50 Millionen Franken. Nächsten April werden die Angestellten von Lake in die Büros von Ricoh einziehen. Dies sei auch gut so, sagt Lake-Chef Walter Borgia, denn in den eigenen Räumlichkeiten gehe langsam der Platz aus. In den letzten zwei Jahren sei man von 50 auf 70 Mitarbeitende angewachsen.
Schon jetzt, so Borgia und Toni Fuchs, Leiter Ricoh IT Services, im Gespräch mit inside-channels.ch, könne man aber Synergien nutzen. Die Sales-Mitarbeitenden beispielsweise würden bereits teilweise zusammenarbeiten und Kunden gemeinsam bearbeiten. Die Kultur der beiden Firmen ergänze sich gut und man passe gut zueinander, glauben die Manager. Das habe sich schon gezeigt und dies sei schliesslich mit entscheidend für den Erfolg, ergänzt Fuchs.
Lake bringt ein breites Portfolio mit: Von Projektmanagement, Data-Center-Lösungen über Outsourcing-Leistungen hin zu Cloud-Services. Bei Green und Interxion betreibt Lake Cloud-Services für rund 200 Kunden, führt Walter Borgia aus. Private- und Hybrid-Cloud-Lösungen gehören ebenso zum Portfolio wie Hardware-Wartung, Bereitschaftsdienst, Servicedesk und Monitoring-Services.
Mit den nun rund 400 Mitarbeitenden wolle man "One-Stop-Shop" für Kunden sein, fügt Tschudi an. Man biete ein für die Schweiz einmaliges Portfolio an, das – vereinfacht gesagt – alles biete, vom "Input" über den "Throughput" hin zum "Output". Hierzu gehören die klassischeren Office-Leistungen, IT-Services sowie Enterprise Content Management. Als Generalunternehmer will Ricoh Schweiz verstanden werden, ein "Marketleader" in der Schweiz, schliesst Tschudi. (Katharina Jochum)
(Interessenbindung: Ricoh ist Werbekunde unseres Verlags.)

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