Risikokapital für Baarer Softwareschmiede me2me

12. April 2011, 15:00
  • credit suisse
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beelk, SVC und Swisscom Ventures investieren weitere 2,15 Millionen in den Markt für digitale Sprachverarbeitung.

beelk, SVC und Swisscom Ventures investieren weitere 2,15 Millionen in den Markt für digitale Sprachverarbeitung.
Steht die Zuger Software-Firma me2me vor dem Grosserfolg im weltweiten Software-Markt? Drei Schweizer Risikokapitalfirmen beantworten diese Frage mit Ja: Andreas Kleebs beelk Holding, die Credit-Suisse-Tochter SVC, Swisscom Ventures sowie das Management um CEO Peter Hauser investieren zusammen so genannten "A-Runde" 2,15 Millionen Franken in me2me. beelk und Swisscom Ventures waren zuvor schon beteiligt, haben ihr Engagement nun aber aufgestockt.
Noch diesen Sommer soll das Kapital von me2me weiter auf ungefähr drei Millionen Franken erhöht werden. Der Einstieg besonders von SVC hat auch internationale VCs auf die Zuger Softwarehersteller aufmerksam gemacht, sagte CEO Peter Hauser gegenüber inside-it.ch. Es seit gut möglich, dass die zweite Runde grösser ausfalle, als geplant.
Workflow für digitale Spracherfassung
me2me stellt eine Lösung für die digitale Erfassung von Sprache - etwa Diktate oder vor allem auch medizinische Befunde - her. Und zwar gibt es sowohl Einzelplatzlösungen wie auch eine Workflow-Lösung für grosse und sehr grosse Institutionen. So setzt etwa das Spitalnetz Bern die Lösung "Frisbee Enterprise Solution" ein. Interessant an me2me ist, dass Kunden beliebige Diktiergeräte, aber auch iPhones und Blackberrys einsetzen können. Zudem hat me2me Versionen entwickelt, die Telekommunikationsdienstleister ihrerseits ihren Kunden als Service anbieten können.
Wohlgemerkt stellt me2me keine eigene Lösung für die automatische Spracherkennung her, sondern Kunden können bekannte Software "Dragon Naturally Speaking" in die Plattform von me2me integrieren, es gibt aber auch Workflows für die heute noch häufigere Transkription von digital erfassten Texten durch Personen - etwa Dienstleister in Indien.
Spracherkennung noch Randerscheinung
Das frische Kapital für me2me wird vor allem für den Aufbau von Märkten, etwa den US-Healthcare-Markt, eingesetzt. Die nun frisch aufgepolsterte Firma entstand aus dem Zusammenschluss von iSpeech, einem Spin-Off von Dictaphone, mit me2me, die ihrerseits 2008 von ehemaligen Leuten des US-Software-Anbieters Nuance gegründet worden ist.
Gemäss Peter Hausesr wird die automatisierte Transkripton heute vor allem in englisch-sprachigen Märkten eingesetzt, in der Schweiz, wo in Spitälern viele Sprachen und Dialekte gesprochen werden, ist sie unpraktikabel. Hauser: "Vielleicht wird man einmal über 50 Prozent von Texten automatisch transkribieren können." (Christoph Hugenschmidt)

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