Rotronic-Gruppe verdient Geld trotz Krise

18. September 2009, 13:15
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Vom Vorteil, ein Mischkonzern zu sein: Trotz teils massiven Absatzeinbrüchen im Industrie-Geschäft, bei der IT-Distribution und bei Rotronic Micro hält die Gruppe an allen Geschäftsbereichen fest.

Vom Vorteil, ein Mischkonzern zu sein: Trotz teils massiven Absatzeinbrüchen im Industrie-Geschäft, bei der IT-Distribution und bei Rotronic Micro hält die Gruppe an allen Geschäftsbereichen fest.
Die Rotronic-Gruppe musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 / 2009 (bis Ende Juni) einen verhältnismässig geringen Umsatzrückgang von 6,5 Prozent auf noch 146 Millionen Franken verzeichnen. Trotzdem verdiente man über die ganze Gruppe gesehen noch Geld, wie Geschäftsführer Michael Taraba zu inside-channels.ch sagte.
Gut gelaufen ist auch letztes Jahr das Geschäft mit Feuchte- und Temperaturmessgeräten, die Rotronic in Bassersdorf und China entwickelt und herstellt. Hier konnte Rotronic zwar nicht mehr wie in den vorhergehenden Jahren zweistelliges Wachstum verzeichnen, doch blieb der Umsatz fast stabil und man verdient Geld. Dies hat, wie Taraba in gewohnt offener Art sagt, der ganzen Gruppe wesentlich geholfen: "Wenn wir nur von IT leben würden, wäre die Bedrohungslage ganz anders."
Heftige Rückgänge im Industriebereich
Im Industriebereich, wo Rotronic 19-Zoll-Schränke und USV-Anlagen vertreibt, musste hingegen heftige Rückschläge einstecken. "Wir blieben im April und Mai 40 bis 50 Prozent unter den Vorgaben", so Taraba. Seitdem, so der Rotronic-Chef, hat sich der Markt aber wieder etwas erholt, da offenbar aufgeschobene Projekte nun doch ausgelöst wurden.
IT-Distribution: Retail gut, Projektgeschäft schwach, Services gut
Etwas rückläufig war das Geschäft mit PC-Komponenten und -Zubehör. Während das Retailgeschäft, wo Rotronic Zubehör wie Kabel und ähnlichem den Retailern auch als Eigenmarken anbietet, stabil blieb, musste das projektgebunde Distributionsgeschäft einen Absatzrückgang hinnehmen.
Insgesamt hat sich das IT-Distributionsgeschäft gemäss Taraba im Rythmus der Gruppe entwickelt, also etwa sieben Prozent Umsatz verloren.
Erstaunlich gut hat sich hingegen das IT-Service-Geschäft entwickelt, wo sich Rotronic mit VMware und Altiris offenbar in die richtige Nische gesetzt hat.
Kurzarbeit und rote Zahlen bei Rotronic Micro
Wenig überraschend ist, dass das Geschäft als PC- und Notebook-Hersteller brutal schwierg geworden ist. Hier hat Rotronic massiv Umsatz und auch Geld verloren, wie Taraba unumwunden zugibt. Rotronic Micro musste deshalb Kurzarbeit einführen, die immer noch andauert. Trotzdem will sich Rotronic nicht aus dem Assemblierungsgeschäft zurückziehen. Man habe einen guten Mix von treuen, stabilen Kunden, die sich mit den Spezialanfertigungen und selbst gebrandeten PCs und Notebooks differenzieren können, so Taraba. Er ist überzeugt, dass Rotronic Micro im angefangenen Geschäftsjahr 2009 / 2010 wieder schwarze Zahlen schreiben werde. (Christoph Hugenschmidt)

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