RTC wird sich verändern müssen

20. März 2009, 14:33
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'Strukturanpassung' bis 2012.

'Strukturanpassung' bis 2012.
Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat gestern die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Nach Angaben der Zeitung 'Der Bund' sagte BEKB-Chef Jean-Claude Nobili vor den Medien in Bern, dass beim IT-Dienstleister RTC (der von der BEKB kontrolliert wird) bis 2012 die Strukturen angepasst werden müssen. Was das genau heisst, ist unklar. 'Der Bund' fügt an, dass RTC heute 750 Personen beschäftige. BEKB-Sprecher Erwin Inniger wollte gegenüber inside-it.ch das Wort "Stellenabbau" nicht in den Mund nehmen. Er sprach lediglich von Strukturanpassungen. Bei RTC war heute leider niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
RTC hat in den vergangenen Monaten bei jedem Kundenabsprung betont, dass man sich nun "noch stärker als Dienstleistungsunternehmen positioniert und die Strukturen entsprechend anpasst". Konkrete Pläne gab RTC bis anhin aber nicht bekannt. Gleichzeitig hofft man natürlich, mit der bald erscheinenden neuen Version der Bankensoftware IBIS neue Kunden akquirieren zu können. Allerdings gibt es nicht mehr viele Schweizer Banken, die sich noch nicht für eine moderne Kernbankensoftware entschieden haben. Hinzu kommt die grosse Unsicherheit angesichts der Wirtschaftskrise.
Die BEKB hat den IT-Dienstleister und IBIS-Hersteller RTC per 1. Januar 2008 in die Konzernrechnung konsolidiert. Dies als Folge des Abgangs mehrerer grosser IBIS-Kunden. Da RTC schon ab der zweiten Jahreshälfte 2009 den ersten Kunden verlieren wird – nämlich die Migros Bank. (Maurizio Minetti)

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