Rückläufiges Banking-Geschäft bei Swisscom IT

15. Februar 2012, 14:52
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Die Zeit der lukrativen Banken-Migrationsprojekte ist vorbei. Swisscom IT Services setzt mittelfristig auf die Karte BPO und treibt kurzfristig das SAP-Geschäft voran.

Die Zeit der lukrativen Banken-Migrationsprojekte ist vorbei. Swisscom IT Services setzt mittelfristig auf die Karte BPO und treibt kurzfristig das SAP-Geschäft voran.
Swisscom IT Services (SITS) konnte im vergangenen Jahr im Geschäft mit externen Kunden nur leicht wachsen. Wie man dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht des Swisscom-Konzerns entnehmen kann, wuchs dieser Umsatz im Jahresvergleich um lediglich 0,8 Prozent von 527 auf 531 Millionen Franken. Gesamthaft, also inklusive Mutterhaus Swisscom, sank der Umsatz von 907 auf 865 Millionen Franken.
Während der interne Umsatzrückgang durchaus gewollt ist, war die schwache Entwicklung bei den Drittkunden zu erwarten. Grund dafür ist, dass SITS - wie auch Konkurrenten wie IBM und Accenture - in den letzten Jahren im Banking-Bereich viele grosse Migrationsprojekte durchgeführt hat und dementsprechend stark wuchs, doch 2011 gab es nur noch wenige Projekte. Abgeschwächt hat sich insbesondere das Avaloq-Geschäft, während hingegen mit Finnova das grosse Trivium-Projekt (RBA) durchgeführt werden konnte. Trotzdem geht es nun eher darum, die Bankenlösungen zuverlässig zu betreiben. Dieses Business ist für SITS aber weniger einträglich.
SAP-Geschäft wächst
Um den rückläufigen Umsatz im Banken-Geschäft zu kompensieren, hat SITS letztes Jahr die beiden SAP-Spezialisten Cirrus Group und EFP Group.
Im Outsourcing-Bereich spricht SITS von einem anhaltenden Trend zum selektiven Outsourcing: Kunden gliedern ihre IT nicht mehr gesamthaft bei einem Dienstleister aus, sondern schliessen Verträge für Teilbereiche der IT mit mehreren Dienstleistern ab. Laut SITS fragen Kunden verstärkt nach Querschnittsdienstleistungen wie Service Level Management, da sie integrierte IT-Dienste statt Einzelleistungen beziehen möchten. Global tätige Schweizer Kunden suchen oft einen Partner, der nicht nur national, sondern auch international Informatikdienstleistungen erbringt. Im vierten Standbein, dem IT-Arbeitsplatz-Management, sieht SITS einen Trend hin zur Individualisierung und zum Einsatz von mobilen Endgeräten. (Maurizio Minetti)

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