Rückschlag für Intels Itanium-Pläne

11. November 2004, 12:36
  • rechenzentrum
  • intel
  • microsoft
image

Der Itanium 2, Intels 64-Bit Server-CPU, war bisher kein Verkaufserfolg.

Hochleistungs-Computing bleibt wegen der zur Zeit in Pittsburg stattfindenden Messe zum Thema im Gespräch. So wurde gestern an der Messe bekannt, dass Microsoft das Windows-Betriebssystem für Cluster ("Cluster Edition") nicht für Systeme, die den Itanium 2-Chip verwenden, anpassen wird.
Der Itanium 2, eine 64-Bit-CPU, ist der gemeinsame Versuch von Intel und Hewlett-Packard, einen Standard in der Welt der sehr leistungsfähigen Computer durchzusetzen. Doch will der Versuch nicht so recht gelingen - die Hersteller von sehr leistungsfähigen Servern oder Server-Clustern verwenden entweder weiterhin die eigenen Chips (wie IBM oder Sun) oder ziehen dann CPUs von AMD oder Intel vor, die sowohl 32- wie auch 64-Bit-Software verarbeiten können. Selbst HP, auf deren Technologie der Itanium-Prozessor ursprünglich beruht, hat die Entwicklung von Workstations mit dem Intel-Highend-Prozessor aufgegeben.
Der Grund: Software für (Betriebssysteme wie auch Applikationen) muss für den Betrieb mit Itanium 2-CPUs angepasst werden. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

Der CTO von Microsoft Azure will künftig auf Rust setzen

Weil die Programmiersprache sicherer und zuverlässiger als C und C++ ist, soll sie in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen. Der C++-Erfinder hingegen sieht die Ablösung als "gewaltige Aufgabe".

publiziert am 28.9.2022
image

Basler Datenschützer sieht Cloud-Gutachten kritisch

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung bedeute der Entscheid aus Zürich nicht, dass der Gang in die Cloud unproblematisch sei, findet der kantonale Beauftragte in Basel-Stadt.

publiziert am 26.9.2022
image

RZ-Ausfälle kosten schnell mal mehr als 1 Million Dollar

Eine internationale Studie zeigt, dass die Betreiber auch im nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser noch Verbesserungs­potenzial aufweisen.

publiziert am 22.9.2022
image

UK-Behörde untersucht Cloud-Dienste von Microsoft, Amazon und Google

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom will die Marktposition der US-Hyperscaler untersuchen und herausfinden, ob es wettbewerbsrechtliche Bedenken gibt.

publiziert am 22.9.2022