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30. September 2014 um 12:39
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Lenovo will mit IBMs Serverabteilung in der RZ-Topliga mitspielen und gleichzeitig neu aufkommende Hersteller aus Asien in die Schranken weisen.

Lenovo will mit IBMs Serverabteilung in der RZ-Topliga mitspielen und gleichzeitig neu aufkommende Hersteller aus Asien in die Schranken weisen.
Ab morgen gehört IBMs x86-Serverabteilung Lenovo. Wie die beiden Unternehmen gestern Abend noch einmal bekräftigten, wechseln damit die System-x-Server, BladeCenter und Flex-System-Blade-Server und Switches, x86-basierte Integrierte Systeme, NeXtScale- und iDataPlex-Server sowie die dazugehörige Software und im Prinzip auch deren Wartung zu Lenovo. Letztere wird aber noch einige Zeit - wie lange genau ist noch nicht festgelegt - von IBM wahrgenommen werden. Die erste Chef der neuen Lenovo-Serverabteilung wird Adalio Sanchez sein, der schon bisher bei IBM für diesen Bereich zuständig war.
IBM bleiben im Hardwarebereich noch die System-z-Mainframes, Power Systeme, Storage-Systeme und Power-basierte Flex-Server sowie die PureApplication und PureData-Appliances.
Lenovo-Vertreter gaben sich in Pressekonferenzen in den USA gestern sehr angriffig. Schon kurz nach dem Start wolle man, mit IBMs Reputation und Markennamen im Rücken, den grossen Namen im Bereich Rechenzentrumsinfrastruktur wie HP, Dell oder Cisco empfindlich Marktanteile abnehmen, kündigte der Lenovo-Chef Yang Yuanqing an. Gleichzeitig habe Lenovo genügend "operationelle Exzellenz" und Effizienz - sprich genügend tiefe Kosten - um auch gegen die aufstrebende Konkurrenz von asiatischen ODM/OEM-Herstellern zu bestehen.
Der zu Lenovo wechselnde System-x-Chef Adalio Sanchez freute sich unter anderem auf die neue "Freiheit" in Sachen Softwarekooperationen, die er bei Lenovo geniessen wird. "Ehrlich gesagt waren wir bis jetzt schon ein bisschen eingeengt", wird er von 'CRN.com' zitiert. "Nun können wir softwareseitig das ganze Ökosystem von VMware, Microsoft, Red Hat oder Fedora ausnützen - weil wir diese nicht mehr selbst konkurrenzieren. Einer der Eckpunkte unserer Strategie wird es sein, ein besserer Partner für das ganze Ökosystem zu sein."
Bevor Lenovo im Serverbereich auf Angriffskurs gehen kann, gilt es allerdings erstmal, den Schwund zu stoppen. Der Umsatz on IBMs x86-Bereich ist seit der Ankündigung des Verkaufs an Lenovo im Januar dieses Jahres um knapp 30 Prozent gefallen. (hjm)

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