RZ-Bau von Netrics wird konkret

24. Oktober 2012, 07:43
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Der Hoster baut ein neues Rechenzentrum und bietet Services nach einem neuen Ansatz: Kunden beziehen nicht Platz, sondern Stromleistung.

Der Hoster baut ein neues Rechenzentrum und bietet Services nach einem neuen Ansatz: Kunden beziehen nicht Platz, sondern Stromleistung.
Der Bieler Hoster Netrics veranstaltet dieser Tage Roadshows, um auf den Bau eines neuen Rechenzentrums und dazugehöriger Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Bislang verfügte das Unternehmen über ein eigenes Rechenzentrum in Biel, dessen Kapazität an seine Grenzen gelangt ist. Das neue nx1 genannte Data Center im Bieler Bözingenfeld soll etwa in einem Jahr betriebsbereit sein.
Neuer Ansatz
Pascal Schmid, CEO von Netrics, erklärt im Gespräch mit inside-it.ch, dass man in Bezug auf die Dienstleistungen einen in der Schweiz noch neuen Ansatz verfolge: Es werde nicht mehr Fläche nach Quadratmeter vermietet, sondern nach Stromleistung. So werde es zum Beispiel möglich, dass man bis zu vier Bladesysteme pro Rack installieren könne. Kunden können, wenn sie wollen, auch nur Racks mieten.
Es sei das erste lokale, auf Cloud- und High-Density-Computing ausgelegte Rechenzentrum in der Schweiz, meint Schmid. Der neue Ansatz bedinge allerdings, dass die Rack-Infrastruktur von Netrics kommen muss. Das Unternehmen garantiere, dass man Höchstleistungen beziehen könne.
Keine Cages
Ausserdem bietet Netrics keine Private Rooms oder Cages an, wie das RZ-Betreiber üblicherweise tun. "Dieses Konzept gehört der Vergangenheit an", sagt Schmid. Stattdessen setze man auf "Containments": Räumlich geschlossene Einheiten à 24 Racks. Bei der Planung hat Netrics mit der hierzulande noch neuen Niederlassung des deutschen RZ-Dienstleister ADC-Tec kooperiert.
Schmid betont, dass der RZ-Bau privatfinanziert sei. Die erste Phase mit dem ersten, 1500 Quadratmeter grossen RZ-Modul koste 10 Millionen Franken. "Bis zu vier RZ-Module könnten wir bauen", sagt Schmid. Das Projekt befindet sich aktuell noch in der Bewilligungsphase. Spätestens Ende 2013 soll das Rechenzentrum bezugsbereit sein. (Maurizio Minetti)
(Bild: Ein RZ-Modul mit drei Containments)

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