RZ-Preise steigen rasant

7. Januar 2010, 15:45
  • rechenzentrum
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Die britische Beratungsfirma Tariff Consultancy Ltd (TCL) veröffentlichte bereits vergangenen November die Resultate einer Untersuchung zur Preisentwicklung im europäischen Markt für Rechenzentrums-Fläche.

Die britische Beratungsfirma Tariff Consultancy Ltd (TCL) veröffentlichte bereits vergangenen November die Resultate einer Untersuchung zur Preisentwicklung im europäischen Markt für Rechenzentrums-Fläche. Unser Artikel ist damit also nicht gerade brandaktuell, wir finden einige Erkenntnisse von Tariff aber trotzdem interessant und berichtenswert.
Da man heutzutage weniger Quadratmeter als die Verfügbarkeit von Strom in einem Rechenzentrum mietet, untersuchte die Marktforschungsfirma auch die Preise für Industriestrom.
TCL geht davon aus, dass die angebote Rechenzentrums-Kapazität in Europa in den nächsten fünf Jahren um durchschnittlich 14 Prozent pro Jahr wächst. Dass diese Angebotsausweitung aber immer noch knapp ist, zeigt sich darin, dass die Marktforscher glauben, dass der Gesamtumsatz der RZ-Branche pro Jahr um etwa 25 Prozent, also einen Viertel pro Jahr steigen wird. Der Umsatz pro vermieteten Quadratmater soll übrigens jährlich um fünf bis acht Prozent steigen. Der Gesamtumsatz der Branche in 19 von TCL untersuchten Ländern Europas wird sich bis 2015 mehr als verdoppeln und soll in fünf Jahren bereits 7,3 Milliarden Euro betragen.
Am meisten neue RZ-Kapazität wird übrigens in der Schweiz gebaut, so Tariff. Hier soll sich die Kapazität bis 2011 glatt verdoppeln, was unsere geschätzte Leserschaft nicht wirklich erstaunen kann.
Die - für die Branche höchst erfreulichen - Preissteigerungen werden nicht ausschliesslich den Anbietern wie Colt, IBM, Interxion, Green, dem EWZ oder e-shelter zugute kommen, denn man muss auch die tendenziell steigenden Strompreise berücksichtigen. Die Schweiz ist übrigens ein Hochpreisland in Sachen RZ-Miete. Gemäss TCL gehört die Schweiz mit monatlich 1050 bis 1300 Euro pro Rack zusammen mit Dänemark und Irland zu den drei teuersten Ländern in Europa. (hc)

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